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vorkommt, dürfte aus den Untersuchungen '91) Bartholomaes aaO. passim, J. Schmidts aaO. 184 f., Bezzenbergers riqns 153 ff. passim hervorgehen; weshalb sollte er dann nicht auch in apr. -ai: -i-mai stecken?

Bernekers Meinung ware plausibeler, wenn neben einer oder mehr Formen auf -ai eine 1. Pers. Plur. auf -ammai, -emmai vorkame. Das ist aber nicht der Fall: diejenigen Verba, von welchen sowohl eine 3. Pers. auf -ai wie eine 1. Pers. Pl. vorkommt, haben ausschliesslich die Endung -imai (vgl. dagegen giioa 4 X: giivammai, -emmai zusammen 3 X), so dass -ai: -imai ein regelmassiges Verhaltnis zu sein Bcheint. Allerdings ermöglicht der geringe Umfang des Materials kein absolut sicheres Urteil.

-ai liegt in folgenden Praseusformen vor: eb-immai „begreift" (: immimai, en-immimai-sin), po-dingai „gefalle", pidai „tragt", per-pidai „man soll bringen" 19 3) (: pidimai,pidimai), au-pallai „findet", cn-gaunai „empfange", po-gaunai „empfangt" (: au-gauuimai, po-gaunimai), po-stanai, po-ttanai „werde, werden" (: po-stanimaï), dilinai „wirkt", Uumstinai „klopft an", er-schwaigstinai „erleuchtet", ni-mintinai „heiligen nicht', po-drüktinai (1. P. Sg.) „bestatige" (: -innimai bei allen Verben auf -int). Einige von diesen Verben haben daneben -a: imma (1 X; 1. P. Sg.: „nehme"; auch eb-immai kommt nur 1 X vor), ni-swintina „ontheiligt"; auch sonst widerholt -ina, -intia.

Wie ist dieser Tatbestand zu erklaren? Wenn wir folgende zwei Tatsachen ins Auge fassen: 1. dass zu einer altpreuss. 3. Pers. auf -ai offenbar regelmassig eine 1. Pers. Pl. auf -imai gehort, 2. dass im Altpreussischen alle proparoxytonierten Formen der 1. Pers. Pl. -imai und nicht -amai, -emai haben, so ist meiner Ansicht nach folgende Erklarung sehr wahrscheinlich. Es gab von alters her Zeitwörter mit einem Prasensablaut ai: i. Dieser Ablaut kam u. A. bei einem Teil der mit «-Formans gebildeten Prasentien vor, und zwar bei denjenigen, welche auf den in der altindischen 9. Klasse fortlebenden indo-

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