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„bedrohten", per-pidai „brachten", widdai „sah", signai „segnete",1 °7) billai (1. Pers.) „sprach". Angesichts des unter 5 Bemerkten könnte man glauben, dass diese Formen einfach mit den Prasensformen auf -ai identisch seien, und tatsachlich dürfte diese Vermutung für einige Formen das Richtige treffen, in.erster Linie wohl für per-pidai. Anderseits aber ist es nicht zu leugnen, dass -ai eine typische Pra ter i talen dung gewesen ist. Darauf weisen po-stai, po-stai und das dreimalige dai hin, denen ganz anders gebildete Prasentia gegenüberstehen: postanai, -anai, po-stanimai, staniniei, -nti; dase, dost, dast. Und dass diese zu einsilbigen Verbalstammen auf preussisches -a- gehörigen Formen auf -ai allgemein samlandisch waren, darauf dürften dai-ts, dai-tz in I, dai-ts, day-ts in II hinweisen. Diese Formen sind kaum anders aufzufassen denn als *-slaja{t), *daja(t) (s. Bezzenberger KZ. 41, 104). Freilich fallt es auf, dass nur einmal po-stai mit dem Langezeichen vorkommt, dagegen po-stai und dai zusammen 4 mal, wahrend doch die vollkommen gleich gebildete Prasensform et-trai an der einzigen Stelle, wo sie vorliegt, -at hat und auch neben kelsai und peisai (je 1 X) nur einmal peisai geschrieben wird. Die Formen *staja(t), *daja(t) finden in *bë/a(t), worauf bëi (1 X; daneben bei 1 X) zurückgehen wird (s. oben sub 2) eine gewisse Stütze. Wegen der Schreibweise mit und ohne Langezeichen s. Bem. 20.

Die für stai, stai, dai gegebene Erklarung ist auch auf andere Formen anwendbar; so liesse sich signai aus *signaja(j), billai aus *billaja(£) erklaren. Sogar ware eine Hypothese, die samtliche Praterita auf -ai als Analogiebildungen nach stai, -stai, dai und vielleicht noch einigen andern Mustern erklaren wollte, nicht zu widerlegen. Eine solche Hypothese ware aber ebensowenig zu beweisen; und die Annahme, dass ein Teil der Formen ebenso wie die altesten Prasentia auf -ai und also auch wie der altindische Typus dcarait gebildet sind, ist wenigstens ebenso wahrscheinlich. Schliesslich ist mit der schon sub 5 angedeuteten Mög-

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