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note bestreitet die Annabme eines Instrumentals *semmen, „weil das Auftreten eines (dem Deutschen fremden) pradikativen Instrumentals sehr befremden würde in der so stark verdeutschten Sprache des III. Katechismus, der im Allgemeinen eine Uebersetzung der einzelnen Wörter und nicht der vollstandigen Satze gibt, und der im Allgemeinen den Instrumental nicht kennt, sogar nicht nach der Praposition sen". Vollstandig richtig! — Wenigerüberzeugend ist Endzelins eigene Deutung von semmê. Weil Endzelin nicht daran zweifeit, dass in der Mundart Wills jedesêzu i geworden sei, kann er nicht von urbalt. *zemè ausgehen. Er erklart nun semmê aus *semmêi. Dagegen spricht aber der Umstand, dass ein Wechsel von -e und -ei zwar in schwachtonigen Silben vorkommt (stesse: stessei, tebbe: tebbei, house: boüsei, asse: osset; s. das IV. Kap.), aber in haupttouigen Silben nicht nachgewiesen ist. Wenn bhe „erat" mit hei „ds." identisch sein sollte, so ist das e dem schwachen Satzakzente zuzuschreiben. S. S. 22 f.

11) EndzeUns Auffassung, dass -ê für -éi stehe, halte ich für unannehmbar; s. die vorige Bern.

12) Vgl. lett. -«*«, -usê-s bei Bielenstein Die lettische Sprache 2, 185, 188, Bezzenberger Lettische Dialekt-Studien 73 Pussnote, Ueber die Sprache der preussischen Letten 69.

10) Zubaty führt als Beispiel billê an, also eine Form, wofür Bezzenberger den Ausgang -èi(t) und nicht -êja{i) an nimmt.

14) Eine grosse Anzahl der ê-Prasentia halt Berneker für jüngere Analogiebildungen (S. 214). Uns geht selbstverstandlich bloss seine Ansicht über den Ursprung des Typus, m. a. W. der altesten nach diesem Typus flektierenden Prasentia an.

15) lm Litauischen bildet bekanntlich -ö-sowohl Prasenswie Prateritumstamme, -ë- nur Prateritumstamme.

16) So ist für dwibugüt zu lesen.

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