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men sei, nicht langer haltbar (s. auch Bezzenberger KZ. 41, 120 ff.), und es würde sich weiter die Möglichkeit ergeben, auch das -ë von lit. te-sukë aus -ei zu erklaren; s. Endzelin Lietuviuc tauta 2, 289. — Pür den Auslaut liesse sich vielleicht die von Endzelin aaO. 284 ff. verfochtene Ansicht, dass das lit. ë ausschliesslich auf ei zurückgehe, aufrecht erhalten. Weil aber éine Formation auf lit. -ë (> -i), und zwar der Dual der weiblichen a-Stamme, von Endzelin noch nicht auf eine befriedigende Weise erklart worden ist, und weil inlautendes ë in einigen Wörtern kaum etwas anderes als ein baltisches ai sein kann (was Endzelin S. 287 f. zu snëgas, dëverïs, vênas bemerkt, hat mich gar nicht überzeugt), stehe ich der Endzelinschen Hypothese in ihrem vollen Umfange skeptisch gegenüber.

79) S. Endzelin Archiv 32, 295. Anders Bezzenberger KZ. 41, 123. Will hat wohl wörtlich aus dem Deutschen übersetzt. Auffallig ist allerdings po-stasei. Sonst lautet das Prasens bekanntlich po-stanai usw.

80) Zufallig kommt von ski- keine 1. Pers. Sg. vor.

81) Satuinei „sattigst" wird dieselbe Endung -ei haben, die auch in lit. vedï, vedë'-s vorliegt. Tülninai „mehrst" ist formell eine 3. Pers. auf -ai oder es ist unter dem Einfluss der Formen der 3. Pers. auf -a, -ai aus Hülninei entstanden. Ueber turei „hast, solist" lasst sich wenig sagen; diese Form wird auch für die 3. Pers. Sg. Pl. gebraucht.

82) Auch I und II haben -ii, -ty und zwar an mehreren Stellen. Auch bei den Formen auff -assi, -asi, die stets so und nie mit -ei oder -e geschrieben werden, könnte man zweifeln, ob das 4 aus -ei entstanden ist. Anderseits aber ware auch ein bewahrt gebliebenes urbalt. -i angesichts der Infinitivendung -t aus -ti und der athematischen Formen der 3. Pers. (ast, dost; ebenfalls mit -t aus -ti) nicht weniger auffallig. Die Annahme, dass -as(s)i ein nach der 2. Pers. Pl. auf -atê entstandenes -asê fortsetzt, ist möglich, aber sehr unsicher. .

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