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vgl. mens für més u. dgl., worüber Bezzenberger BB. 9, 31 ff. zu vergleichen ist.

172) Das ist nicht wahrscheinlich. Dort wo das Sprachgefühl einen vom Indikativ verschiedenen Potentialitatsmodus verlangte, wurde offenbar der sogenannte Optativ verwendet.

173) Vgl. etwa 22,15 ff.: Wir sollen Gott lieben |

das wir bey seinem Namen nicht Fluchen | Schweren | Zeubern ( Liegen oder triegen | Sondern den selben .. . Anruffen | Beten | Loben vnd dancken.

174) Nicht in allen Fallen sind die Forscher in der Beurteilung der einzelnen Bildungen einig; s. Bezzenberger aaO. 41, 119 f., Trautmann 287.

175) Es ist hier von turriti „habet!", seggïtei „tut!", endiris „sieh!" milijti „liebt!", kirdijti „hört!", lillitei „sprechtl", laukijti „sucht!" die Rede. Auf keinen Fall sind es Optative. Endiris ist eine Injunktivform, und was die Plurale auf-tó, • tei anbetrifft, so macht es wenig aus, ob wir den Namen Indikativ oder Injunktiv dafür wahlen. Die Endung -tei, -te, -ti ist eine Neubildung des Preussischen bezw. (falls für -ti von -U auszugehen ist) des Urbaltischen; s. S. 61; es ist also weder eine primare noch eine sekundare indogermanische Endung. Wir begegnen ihr bei allen Modis. Die Pluralformen des Imperativs bildeten für das Sprachgefühl der alten Preussen mit den Singularformen éin Paradigma, — anderseits aber werden Indikativ- und Imperativformen nicht stets auseinandergehalten: vgl 61, 1: kai ious... seggïtei „das jr ... thut", 63, 12 f.: bhe kai ious segijtei „auff dasjr thut". Ueber das Verhaltnis vor seggêti zu seggïtei s. Bem. 21.

176) Auch Nesselmann hatte sich Die Sprache der alten Preussen 69—76 auf den Boden der altpreussischen Sprache gestellt. Obgleich er Tempora und Modi durcheinander behandelt und ein grosser Teil seiner Ansichten

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