Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

201) In der sekundaren Personalendung -ait war der Diphthong wohl bewahrt geblieben; s. Bern. 198. Ein Monophthong liegt vor in dem Infin. auf lett. -indt = lit. -mok. In welchen Formen das ai lautgesetzlich monophthongiert war, ist kaum prazis zu sagen. S. Bern. 190.

202) Leskien Der Ablaut der Wurzelsilben im Litauischen 432 (170) ff. fasste die Verba auf -inti als eine ursprüngliche Denominativklasse auf. Das wird kaum richtig sein. Vgl. über den Ursprung dieser Klasse Porzezinskij K istorii form spr'azenija v baltijskich jazykach 129 ff., wo die Meinungen von Osthoff, Brugrnann, Fortunatov und Uljanov mitgeteilt werden.

203) Dass imma 1. Ps., eb-immai 3. Ps. ist, ist ohne Belang. Im Altpreussischen wird ja die 3. Person sehr oft für die 1. Ps. Sg. gebraucht. Ich wüsste sogar keine Form, wo die thematische Endung der 1. Pers. (idg. -ö = lit. -«-*) mit Sicherheit vorlage. Auch crixtia „taufe" ist wohl formell eine 3. Person, keine 1. Person.

204) Nach der Analogie von -ai neben -a kann po-waidinnei „bedeutet" (41, 34) neben dem im Texte gleich folgenden , po-ioaidinne (43, 1) entstauden sein. Bezzenberger fasst KZ. 41, 98 diese Formen als *-waidinnêi[t] bezw. daraus eutstandenes *-toaidinnë auf. Daneben halt er für -waidinnei die Herleitung aus *-waid%nëja für möglich. -e liegt ausserdem noch in dem als 3. Pers. Pl. gebrauchten en-laipvnne „befehlen" und in dem als 1. Ps. Sg. fungierenden taukinne (zu lesen für tankinne) „gelobe" vor; es ist also ausgeschlossen, dass po-waidinne einfach ein Fehler ist. [Bei po-waidmnei ist mit dieser Möglichkeit zu rechnen.] Deshalb braucht natürlich Bezzenbergers Auffassung noch nicht richtig zu sein, und ich kann dieselbe nicht für plausibel halten, solange noch andere Wege offenstehen, — noch abgesehen davon, dass ich ein innerhalb des Preussischen aus -èi entstandenes -e für sehr unwahrscheinlich halte. Und es gibt tatsachlich einen andern Weg; Berneker 212

Sluiten