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g. Liefde. 78. Willkommen und Abschied.

1. Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde! Es war gethan, fast eh' gedacht;

Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche, Ein aufgetünnter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gestrauche Mit hundert schwarzen Augen sah.

2. Der Mond von einem Wolkenhügel Sah klaglich aus dem Duft hervor; Die Winde schwangen leise Flügel, Umsausten schauerlich mein Ohr; Die Nacht schuf tausend Ungeheuer, Doch frisch und fröhlich war mein Mut: In meinen Adern welches Feuer!

In meinem Herzen welche Glut!

3. Dich sah ich, und die milde Freude Flosz von dem süszen Bliek auf mich; Ganz war mein Herz an deiner Sei te, Und jeder Atemzug für dich.

Ein rosenfarbnes Frühlingswetter Umgab das liebliche Gesicht, Und Zaïtlichkeit für mich — ihr Götter! Ich hoffte es, ich verdient' es nicht.

4. Doch ach, schon mit der Morgensonne Verengt der Abschied mir das Herz: In deinen Küssen welche Wonne!

In deinem Auge welcher Schmerz! Ich ging, du standst und sahst zur Erden, Und sahst mir nah mit nassem Bliek: Und doch, welch Glück geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück!

Goethe.

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