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Vorbemerkungen.

§ 1. Begriff, Wissenschaftswert, Einteilung der Geschichte. 1. Begriff der Geschichte.

1. Lit.: Bernheim 1 ff; ADXénopol, La théorie de l'histoire 1908 (= 'Les principes fondamentaux de l'histoire 1908); LRiefi, Historik 1 (1912); andere Ut s. unten n. 9 u. bei Bernheim.

Ehe wir die genauere Begriffsbestimmung der Geschichte aufstellen, mussen wir erst das Material- und Formaiobjekt derselben genau abgrenzen.

2. 1. Das Materialobjekt. Unter dem Materialobjekt verstehen wir das Objekt, mit dem die Geschichte sich direkt beschaftigt Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch ist Geschichte im weitesten objektiven Sinne das, was geschenen ist, also der zeitliche Verlauf der Dinge in der Welt, und Geschichte im subjektiven Sinne die geistige Auffassung und Darstellung dessen, was geschehen ist

Dasjenige nun, was geschieht und aufgefaBt wird, kann sowohl der Natur- wie der Menschenwelt angehören. In dem einen Fall sprechen wir von Natur geschichte, in dem andern Fall von Menschengeschichte. Doch teilen wir den Namen Geschichte im eigentlichen Sinne nur der Art des Geschehens zu, die eine freie Selbstbestimmung voraussetzt, d. h. der Menschengeschichte.

1. Als erstes Erfordernis schlieBt der Begriff des historischen Gegenstandes also die freie Betatigung des Menschen in sich.

3. 2. Aber nicht unter jeder Rücksicht sind die freien Betatigungen Gegenstand der historischen Forschung, sondern nursoweitsie örtlieh und zeitlich beschrinkt sind. Denn insofern die menschlichen Betatigungen von Ort und Zeit abstrahieren, insofern also nur die Natur der menschlichen Fahigkeiten und Betatigungen selbst sowie ihre Gesetze betrachtet werden, gehören sie anderen Wissenschaften an, wie Psychologie, Soziologie, Anthropologie usw. Gegenstand der eigentlichen Geschichte ist somit nur der Mensen, insofern er sich zu bestimmter Zeit und an bestimmtem Ort als vernünftiges Wesen betatigt.

4. 3. Weiterhin beschaftigt sich die Geschichte aber nicht mit den Betatigungen von Einzelindividuen als solchen, sondern nur mit denen, die für einen kleinern oder gröBern Menschenkreis von Wichtigkeit sind, mit anderen Worten, mit den Betatigungen der Menschen als sozialer Wesen oder als Olieder der menschlichen Gesellschaft.

Feder, Hist. Methodik. 1

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