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14. Aus dem frfihen MA bekannt sind besonders die 6 aetates des hl. Augustinus: Adam bis Noe, Noe bis Abraham, Abraham bis David, David bis babyion. Exil, babyion. Exil bis Chr., Chr. bis Wettende. Durch Isidor von Sevüla und Beda erhielten diese aetates Burgerrecht im ganzen MA. Dionysius exiguus (532) gab dem Mittelpunkt der Periodisierung, der Geburt Christi, einen festen Halt, indem er mit ihr seine Osterdatierung begann. Die Theorie der 4. Weltreiche der Babylonier, der Meder-Perser, der Makedonier, der Romer (Dan. 2,37 ff. 7,3 ff) wurde besonders von Hieronymas im Abendland verbreitet. Die in der Neuzeit meist angewandte Einteilung in AUertum bis Konstantin d. O., in MA bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Turken (spater Reformation, Entdeckung Amerikas), in Neuzeit stammt von ChCellarius (1634— 1707). Schnürer schlug eine Einteilung in AUertum und Neuzeit vor; die ersten 6 Jahrh. nach Chr. sollen eine Übergangsperiode bilden; die Neuzeit soll das Abendlandische Zeitalter umfassen, das wieder zerfallen soll in die kirchliche (7.—16.), die politische (16.—19.) und die soziale Periode (19. Jahrh.). Ober die Perioden von Comte, Lamprecht, Lorenz s. Bernheim 81 ff.

15. 6) nach dem raumlichen Unterschied: in Geschichte der alten und n e u e n Welt, der verschiedenen Erdteile usw. Diese Einteilung als Haupteinteilung widerspricht aber dem tatsachlichen Verlauf der Geschichte und ist anderen Ein teil ungsprinzipien unterzuordneh.

16. 7) nach dem thematischen (inhaltlichen) Prinzip:

I. Allgemeine Geschichte (Universalgeschichte, Weltgeschichte).

II. Sondergeschichte:

A. Oeschichte von Einzelpersönlichkeiten.

B. Engere Familiengeschichte.

C. Geschichte der Gesellschaften:

1. Politische Geschichte:

1) Geschichte der Staaten: a) allgemeine b) besondere (Einzelstaaten, Provinzen usw).

2) Geschichte staatlicher Aktionen und Institutionen (franz. Revolution, ein bestimmter Krieg).

2. Nichtpolitische Geschichte (Kulturgeschichte):

1) Allgemeine Kulturgeschichte.

2) Besondere Kulturgeschichte:

a) nach versch. Arten der Kulturwelt: materielle, soziale, geistige, religiöse.

b) nach einzelnen Zweigen der Artgebiete (z. B. Universitaten, Konziliengeschichte, Handelsgeschichte).

§ 2. Begriff und Einteilung der Geschichtsphilosophie.

17. Lit.: Bernheim 685 — 749; ThLindner, QPh 1904; GSimmel, Die Probleme der QPh 1905; OMehlis, Lehrbuch der QPh 1917; ADyroff, Zur Geschichtslogik im Hist. Jb 36 (1915) 725 ff. 38J1917) 41 ff; andere Lit. s. bei OBraun, QPh in Meisters Qrundrifi 1,1 (1913); PBarth, Die Gesch. der Philos. als Soziologie 12 (1915).

1. Begriff der Geschichtsphilosophie.

18. Unter Geschichtsphilosophie verstellen wir kurz die Lehre von den allgemeinen Prinzipien der Oeschichte. Zunachst ist sie die Wissenschaft, welche die allgemeinen Ursachen, Ziele und Beziehungen des geschichtlichen Seins und Geschehens zum Gegenstande hat Weiterhin hat sie sich mit dem historischen Denken zu beschaftigen;

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