Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Die historische Methodik.

22. Lit: JODroysen, Qmndrifi der Historik 1867, 31882; ChdeSmedt SJ, Principes de la critique historique 1883; EAFreeman The methods of historical study 1886; PDold, Sintesi di scienza storica 1887; JNirschl, Propadeutik der KG 1888; EBernheim 1889, 51908; Ders., Einleitung (QSschen); ChVLangloisChSeignobos, Introduction aux études historiques 1898, 4 o. ].; AMeister, Grundzüge der hist. Methode= Grundrifi 1,1 (1906,21913); BAlbers, Manuale dipropedeutica storica 1909; ZQarcia Villada SJ, Metodologia y critica historicus 1912; weitere Lit s. Dahlmann-Waitz, Quellenkunde der deutschen Geschichte «1912, 1-6.

Einleitung.

§ 1. Begriff und Einteilung der historischen Methodik.

23. Unter der historischen Methodik verstenen wir die Wissenschaft, die uns die Mittel lehrt, um zu einer sichem historischen Erkenntnis zu gelangen. Ihr letztes Ziel ist die Vergegenwartigung der vollen historischen Wahrheit Doch sei hier schon bemerkt, daB wir in den folgenden Ausffihrungen den Ausdruck historische Tatsache nicht ausschlieBlich im Sinne der Geschichtswissenschaft (s. oben n. 2 ff), sondern oft in einem weitern Sinne für jeden auBern sinnlich wahrnehmbaren Vorgang gebrauchen. Im besondern bietet sie neben den theoretischen Ausffihrungen eine systematische wissenschaftlich begrfindete Summe von Anweisungen, um historische Vorgange nach folgenden drei Seiten hin zu prfifen: nach der Vollstandigkeit der Bezeugung, nach dem Werte der Bezeugung, nach dem innern Zusammenhang der bezeugten Tatsachen. Die historische Methodik umfaBt somit drei Teile:

1. die Quellenkunde (HeuristJk), welche der Sammlung der Quellen dient und darum die Regeln aufstellt, um eine höchstmögliche Vollstandigkeit der Bezeugung zu erreichen.

2. die Quellenkritik, welche der Sichtung und Bewertung der Quellen dient und deshalb die Regeln aufstellt durch die der Wert der Bezeugung geprfift wird und zwar zunachst die Tatsachlichkeit der Quellen (quaestio facti) durch die auBere Kritik, sodann die Glaubwürdigkeit oder Zuverlassigkeit (quaestio iuris) durch die innere Kritik.

Sluiten