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Thomassin (1619—95) mit den Dogmata theologica, die Jesuiten Ph Labbe (1607—67), JSirmond (1559—1651), JHardouin (1646—1729) mit ihren Konziliengeschichten, LSLe Nain de TiUemont (1637—98) mit den Mémoires pour servir d l'histoire ecclés. des 6 premiers siècles (1693—1712) usw.

70. 5) die sog. beUa diplomatica, die besonders zwischen Maurinern und Jesuiten geführt wurden. Sie förderten in dreifacher Hinsicht die Kritik. Die Frage nach der Echtheit der Hss führte zur Kritik des Textursprunges, die Untersuchungen über die Abhangigkeit der Hss führte zur Analyse der Quellen, die Vergleichung der Hss deckte die Fehlerquellen der Überlieferung auf. Die an den bella Beteiligten waren vor allem DPapébroch SJ (1628—1714) mit der im zweiten Aprilband der Acta Sanctorum erschienenen Abhandlung Propylaeum antiquarium circa veri ac falsi discrimen in vetustis membranis (1675), die u. a. die Unechtheit gewisser die Benediktiner betreffenden Merovingerurkunden verteidigte, der Mauriner JMabillon, der in dem Werk De re diplomatica l. VI (1681) die Angriffe Papebrochs erfolgreich zurückwies — auch Papebroch anerkannte in einem ihn selbst ehrenden Brief die Überlegenheit der Beweisführung —, der Jesuit BGermon, der 1703 in einer Schrift De veteribus regum trancorum diplomatibas et arte secernendi antiqua diplomata etc samtliche altere Diplome für gefalscht erklarte und Mabillons Grundsatze verwarf, endlich die Mauriner, die gegen Germon auftraten (bes. Thierry, Ruinart).

71. 6) der Auf schwung derjurisprudens imlö. Jahrh., besonders in Frankreich. Derselbe hatte einen doppetten Vorteil: er übte groBen EinfluB auf die Entwicklung der Methodik und schaftte ein reiches Quellentnaterial für altes römisches wie nationales und lokales Recht herbei. Hauptvertreter: JCujas (f 1590), Frtiotman (t 1590), BBrisson (f 1591), PPithou (f 1596).

7) der Aufschwung der O r d e n s geschichte, besonders der der Jesuiten (Ribadeneira, Maffei, Orlundini, Strada, Sacchini) und der Benediktiner (Mabillon).

8) die' Pflege der Hagiographie durch JBolland SJ (1596—1665) und seine Oefahrten (s. unten n. 148).

72. 9) die Wiedergeburt der kritisch philologischen Studiën, namenüich in Frankreich, Holland, England. In Frankreich zeichnen sich u. a. aus DLambinus (t 1572), ein bedeutender Kommentator zu lateinischen Autoren, die Verlagshandler Etienne oder Stephanus, bekannt durch den griechischen und lateinischen Thesaurus, JJScallger (t 1609), berühmt durch seine textkritischen, chronologischen, epigraphischen Arbeiten. Unter den hollindischen Kritikern ragen hervor JLipsias (t 1606), NHeinsius (t 1681), der auch als Jurist bekannte HQrotius (t 1645), JPerizonius (t 1715), ein Vorlaufer Niebuhrs in der Kritik der römischen Geschichte. Von den Englandern ist besonders zu erwahnen der Kritiker RBentley (t 1742).

73. Eigentlich methodologische Untersuchungen liegen aus dieser Periode vor von MCano in dem n. 69 erwahnten Werk, in Methodus

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