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ad facUem historiarum cognUionem von JBodin (1566) — neu ist die Heranziehung von Ethnologie und Anthropogeographie —, im Sammelwerk Artis historiae penas (Basel 1579), in der Ars historica von QJVoss (1623).

74. 2. Das 18. Jahrh. Es wird eine groBe Reihe bedeutender kritischhistoriseher Werke verfaBt, von denen besonders zu nennen sind die Histoire littéraire de la France 1733 ff; Gallia christiana 1715 ff; Sacrorum concilioram collectio von JMansi (1759—98), die Werke der Italiener AMuratori (t 1750), ScMaffei (t 1755), B u. GBallerini (t 1769 u. 1781), EForcellini (t 1768), GMoreUi (t 1819). Die Methodologie selbst wurde auch weiter ausgebaut, besonders gegen die Skeptiker. Ein verbreitetes Handbuch war die Méthode pour étudier l'histoire 1713 (1740) von NLenglet da Fresnoy. Einen Fortschritt in mancher Hinsicht bedeutete auch das Werk des Karmeliters Honoratus a S. Maria (t 1729), das den Titel führt Réflexions sur les régies et sur Pasage de la critique. EinfluBreich war ferner die Allgemeine Geschichtswissenschaft von JMChladenius (1752), der auch der Erkenntnistheorie besondere Aufmerksamkeit schenkte.

75. Die Hilfswissenschaften wurden machtig gefördert durch die Palaeographia Oraeca des Mauriners BdeMontfaucon (1655—1741), den Nouveau traité de diplomatique (1750—65) der Mauriner Tassin und Toustain, sodann durch L'art de vérifier les dates (1750). Unter den kritischen Philologen ragen hervor: in England der Graast RParson (f 1808), in Holland DRuhnken (t 1798), der Orazist LCValkenaer (t 1785), in Deutschland JAErnesü (f 1781), der Orazist JReiske (f 1774), der Mythologe ChGHeine (f 1812), der Archaologe JJWinckelmann (f 1768), der Münzforscher JHEckhd (SJ, t 1798).

76. 3. Das 19. (20.) Jahrh. Es ist das Zeitalter der systematischen A u s bildung der historischen Methodik. Zu dieser Ausbildung trugen besonders folgende Mo men te bei:

1) das Erwachen und Durchdringen des Entwicklungsgedankens und der genetischen Geschichtsauffassung seit Herder.

2) die nationale Wiedergeburt und Befreiung. Man erinnerte sich der Vergangenheit, ihrer Eigenartigkeit, ihrer Einheit. Die Historiker faBten die sonst getrennten Kufturgebiete als AuBerungen eines groBen Volkslebens auf.

3) die Blüte der Romantik, welche gegen Rationalismus und Weltbürgertum gerichtet, den Bliek besonders auf die christliche Geschichtsauffassung hinlenkte.

4) die Pflege der Rechtsgeschichte, die in vieler Hinsicht befruchtend auf die Methodik wirkte: KFrEichhorn, Deutsche Staats- u, Rechtsgeschichte 1808—23, FCvSavigny, Geschichte des Römischen Rechts im MA 1815—31.

5) der Aufschwung der Philologie als der Zusammenfassung des gesammten klassischen Geisteslebens. Im besondern wurden begründet oder ausgebildet die diplomatische Methode der Textkritik (Wekker,

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