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§ 2. Einteilung der Quellen nach der Stellung des Urhebers.

84.. Nach der Stellung des Urhebers unterscheidet man die Quellen in private und öffentliche, je nachdem der Urheber eine Privatperson ist oder die Quelle wenigstens privaten Charakter tragt oder je nachdem der Urheber eine Amtsperson bzw amtliche Korporation ist und die Quelle amtlichen Charakter tragt. Die rechtlichen Urkunden im besondern können nach einer dreifachen Rücksicht in öffentliche und private eingeteilt werden: 1) nach dem In halt, der Objekte des öffentlichen oder des privaten Rechtes betreffen kann, 2) nach der Be weiskraft, d. h. dem Moment der öffentlichen Beglaubigung, 3) nach der Rechtsstellung des Urhebers, je nachdem dieser eine amtliche Gewalt innehat oder nicht.

Von den Urkunden des frfihen Mittelalters gelten wegen des eigenartigen rechtlichen Charakters alle Dokumente, die von Papsten und Bischöfen sowie von selbstandigen oder halbselbstandigen Herrschern, namentlich von Königen und Kaisern ausgegeben wurden, als öffentliche Urkunden, als Privaturkunden gelten hingegen alle anderen Dokumente, wer auch immer ihr Aussteller gewesen ist.

§ 3. Einteilung der Quellen nach dem Verhaltnis zur Religion.

85. Nach dem Vorhandensein oder Fehlen eines direkten Verhlltnisses zur Religion unterscheidet man die Quellen in religiöse oder sakrale und profane. Erstere zerfallen wieder in einheimische oder solche, deren Urheber unserm Bekenntnis angehört, und in f rem de oder solche, deren Urheber einer andern christlichen oder auch nichtchristlichen Religionsgemeinschaft zugehört, z. B. anglikanische oder jüdische Darstellungen religiöser Gegenstande. Betreffen die religiösen Quellen die wahre von Christus gestiftete Kirche oder auch angeblich von ihm gestiftete Kirchen (protestantische, anglikanische), so nennt man die Quellen auch kirchliche Quellen.

§ 4. Einteilung der Quellen nach ihrer Seinsverbindung mit dem historischen Objekt

86. Nach der Seinsverbindung zwischen Quelle und historischem Objekt können wir die Quellen einteilen in sachliche Quellen (dingliche, stumme Q., fontes entitativi), welche mit dem Objekt nur in der ontologischen Ordnung verbunden-sind, und in redende Quellen (wissende Q., fontes cognoscitivi), welche mit dem Objekt auch in der logischen Ordnung verbunden sind. Besser meiden wir die Unterscheidung in objektive und subjektive Quellen, da der Ausdruck subjektive Quelle leicht im Sinne einer nicht mehr die reine historische Wahrheit wiedergebenden Quelle verstanden wird.

1. Die s ach li ch en Quellen sind alles, was unmjttelbar von den Begèbenheiten uns selbst erhalten ist, d. h. die sogen. Überreste, welche teils Überbleibsel menschlichen Lebens (SchSdel), teils die materielle Ursache einer Tatsache (blutbefleckte Waffe), teils die Wirkung, das Resultat einer Betatigung (Grenzstein, Sprachreste,) teils den Rest eines solchen Resultates (Tempelruine) darstellen. Die Überreste sind von

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