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4. und 5. Jahrhundert. Ein hl. Athanasios verfaBte die Vita des hl. Antonios, ein hl. Hieronymus die Viten der Mönche Hilarion, Paulus, Malchus, der Nonnen Paula, Eustochium, Fabiola u. a.

c. Das Interesse an den biblischen Personen und ihren Erlebmssen führte schon früh (in den ersten 3 Jahrhunderten) zu den apokryphen Apostelgeschichten der Onostiker, die spater (4.-6. Jahrh.) von den Kathotiken umgearbeitet wurden. Auch anderen biblischen Persönlichkeiten wandte sich die Biographie noch bis zum 9. und 10. Jahrhundert zu.

121. 2) Nach dem G rad der den Quellen innewohnenden historischen Wahrheit lassen sich folgende Klassen unterscheiden:

a. Unmittelbare streng historische Berichte.

a) Unter ihnen gebührt die erste Stelle den Martyrer akten, die uns die offiziellen Protokolle des Verhörs (acta proconsularia) berichten. Die Akten weisen natürlich entsprechend dem chrisüichen Charakter der Quelle Zutaten des Redaktors, besonders am Anfang oder SchluB auf, die aber nur als Einkleidung dienen. Hierher gehören z. B. die Passio der Scillitaner (Scilli in Numidien), die Passio des hl. Cyprian mit ihren drei Stücken, dem Verhör v. J. 257, dem Verhör v. J. 258, der Schilderung des Martyriums.

b) An zweiter Stelle stehen die Berichte von Augenzeugen oder gut informierten Ohrenzeugen. Dieser Klasse gehören wieder- d r e i ramilien von Dokumenten an, namlich Dokumente, in denen der Zeuge bzw zeitgenössische Berichterstatter selbst redet, wie in den Akten des hl. Polyharpos (f 155) oder der Martyres Lugdunenses (f 177), oder Dokumente, in denen der zeitgenössische Autor nur die Niederschrift des Zeugnisses anderer vorlegt, wie Eusebios in manchen Berichten über die Martyrer, endlich Dokumente, in denen der Autor seine eigenen Beobachtungen mit den Zeugnissen anderer verbindet, wie es z. B. geschieht in der Vda Cypriani des Diakons Pontius oder in den Akten der Perpetua und Felicitas (Selbstzeugnis der Perpetua und des Saturus). Für alle drei Familien bieten auch die Heiligenleben der Neuzeit zahlreiche Beispiele.

122. b. Mittel bare Berichte oder von unmittelbaren Quellen abgeleitete Berichte. Sie scheiden sich wieder:

..a) in streng historische Berichte, die höchstens in Stil und Anordnung eine Anderung aufweisen.

b) in freie Bearbeitungen, die besonders durch Erweiterungen und Interpolationen charakterisiert sind, wie viele Martyrerakten und frühe Heiligenleben. Die Passio der Scillitaner ist uns z. B. in 7 Redaktionen erhalten; verschiedene Fassungen sind uns auch überliefert von den Akten des Pionios, des Saturninus von Tolosa, des Quirinus von Siscia, des Sabas Qothus u. a. Der Hauptgrund für die inhattlichen Anderungen war hauptsachlich die Sucht nach Ausschmückung und nach auBergewöhnhchen Wunderberichten.

c) inhistorischeDichtungen oder Berichte, welche nur einige wenige historische Elemente, wie Name, Heiligtum, Festdatum, sonstige Fakta aufweisen, im übrigen aber auf Phantasie beruhen. Hierher gehören z. B. die Akten des hl. Georgios, der hl. Symphorosa und ihrer 7 Söhne, des Petros Balsamos, der hl. A/ra u. a.

123. c. Hagiographische Quellen rein dichterischen Charakters ohne historische Grundlage. Ihr Zweck ist, eine Wahrheit religiöser oder sittlicher Art den Lesern verstandlich zu machen. Der Autor selbst erhebt nicht den Anspruch, wirkliche Tatsachen zu schildern.

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