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Erstes Kapitel. Die Aufbewahrungstatten der Quellen. § 1. Die Bibliotheken.

126. Unter den Bibliotheken verstehen wir die Aufbewahrungsstatten der geschriebenen und gedruckten Quellen (vgl. aber n. 139). In ihnen werden uns zahlreiche Quellen, sowohl stumme als redende, im Original oder in der Wiedergabe durch Schrift oder Druck zuganglich gemacht. Aufier den Quellen selbst enthalten die Bibliotheken auch viele Abhandlungen, Sonderschriften, gröBere Werke, die Quellen zum Gegenstande haben und somit als Quellennachweise dienen. Da nun eine fruchtbringende Benfitzung der Bibliotheken nur dann stattfinden kann, wenn man eine Kenntnis der wesentlichen Elemente der Buchkunde besitzt, seien hier einige wichtigere Bemerkungen über diese Elemente vorausgeschickt

1. Einiges aus der Buchkunde.

127. Lit.: FJKIeemeier, Handbuch der Bibliographie 1903; OWeise, Schriftu. Bachwesen2 1903; OSauberlich, Buchgewerbliches Hüfsbuch M914 Wir handeln hier nur vom gedruckten Buch; über das Buch des Altertums und des Mittelalters s. Lit. unten n. 166.

i. Begriff des Bucnes. Unter Buch verstehen wir eine aus mehreren Blattern oder Bogen bestellende Druckschrift. UmfaBt diese nur ein Blatt oder wenige Blatter; oder Bogen, so nennen wir sie Einblattdruck, Flugblatt, Flugschrift, Heft, Broschüre, Traktat usw. Jahrlich einmal erscheinende Druckschriften mit gleichartigem Inhalt nennt man Kalender, Taschenbücher, Jahresberichte, Jahrbucher. Druckschriften gleichartjgen (nhalts, die mehrmals im Jahre als Teile eines Jahrbandes erscheinen, heiBen Zeitschrift, Journal, Wochenblatt, Wochenschrift, Monatsschrift, Quartalschrift usw.

128. XuBere Aniage des Buches. Das gröBere Buch besteht aus Bogen, die bei Oktavformat 16, bei Quartformat 8, bei Folioformat 4 Seiten umfassen. Jeder Bogen tragt auf der 1. und 3. Seite unten rechts am FuB die Signator, d. h. eine fortlaufende arabische Ziffer, auf der 3. Seite mit *. Auf der ersten Seite wird zudem die Norm, d. h. die Schlagwortbezeichnung von Verfasser und Titel des Werkes mit Band und Auflage in kleiner Schrift gesetzt. Zweck der Signatur ist, die Reihenfolge der Bogen zu bezeichnen, Zweck der Norm, die Zugehörigkeit des Bogens zum Werk darzutun. Altere Druckwerke trugen am FuBe jeder Seite oder jedes Bogens die Kustoden oder Blattweiser, die aus der Anfangssilbe des ersten Wortes der folgenden Seite oder auch aus dem ganzen ersten Wort bestanden.

129. Der S a t z oder die typographische Wiedergabe des Manuscriptes durch die aus Metall gegossenen Buchstaben oder Typen (Lettern) kann in drei Hauptarten von Druckschrift erfolgen, die selbst wieder mehrere durch Oröfie

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