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privaten Archivbestande stattgefunden, so daB Übersichten über den jetzigen Bestand der einzelnen Archive dringend gefordert werden. Meist bestehen auch schriftliche Kataloge, gedruckte Repertorien sind noch seiten.

3. Die bedeutendsten Archive der Jetztzeit sind das vatikanische, die Archive von Paris (Archives nationales), London (Public Record Office), Wien (k. k. Haus-, Hof- und Staatsarehiv), Berlin (Qeheimes Staatsarchiv, das HohenzoUerische Hausarchiv), Simancas bei Valladolid (Archivo generat).

140. 2. Die Archivbestande. Diese werden heute im allgemeinen nach den verschiedenen Klassen der Dokumente, wie eigentlichen Urkunden, Planen, Karten, Orundbüchern, Steuerregistern usw gesondert und die einzelnen Klassen wieder nach dem Provenienzsystem,_d. h. nach der historischen und lokalen Zusammengehörigkeit eingeteilt. Über die Archive und ihre Bestande unterrichten CAHBurkhardt, Hand- u. Adrefibuch der deutschen Archive *1887, HOesterley, Wegweiser durch die Lit. der Urkundensammlungen 1885/6, Archivalische ZeUschnft 1877 ff, Centralblatt für Bibliothekswesen 1884 ff, Minerva

§ 3. Die Museen.

141. Lit.: KSittl, Archaologie (1895) 32^69;DMurray,Museums, their history and their use, 3 B., 1905; LPallet, Art. Museen in Kultur der Oegenwart 1 (1906) 347—389; ebenda weitere Lit.

1. Zur Oeschichte der Museen. 1. Unter den Mnseen verstehen wir an dieser Stelle die Aufbewahrungsstatten von Überresten (materiellen) und formellen Quellen monumentalen Charakters. Das Altertum kannte nur Privatsammlungen von Kunstwerken und eine reiche Ausschmükkung öffentlicher Platze mit solchen. Die meisten alten Denkmaler gingen in den Kriegen, besonders zur Zeit der Völkerwanderung verloren. Das frühe Mittelalter hatte wenig Sinn für das Sammeln von Kunstwerken. Dagegen rieten die Kreuzzüge und spater das Wiederaufleben der klassischen Studiën im Beginn der Neuzeit ein reges Interesse für Antikensammlungen wach und diese wurden wieder das Vorbild für Sammlungen anderer Kunstwerke und monumentaler Quellen überhaupt und auch für Sammlungen verschiedenartiger Überreste. Der Name Museum selbst trat erst seit dem 18. Jahrhundert in den allgemeinen Gebrauch.

2. Staatliche Museen enstanden zunachst in Frankreich unter Ludwig XIV und in England unter der Revolution von 1649. Der allgemeine Zutritt zu den Museen wurde aber erst im 18. Jahrhundert (seit der französischen Revolution) gestattet Das 19. Jahrhundert brachte den Museen vor allem eine systematische A n o r d n u n g und reichsten Zuwachs. Man schied die Museen immer mehr nach den verschiedenen Klassen ihres Bestandes in GemSldegalerien, Antikensammlungen (AbguBmuseen), Kupferstich-, Münzkabinette, Inschriftensammlungen, dann prahistorische, ethnographische und dergleichen Sammlungen.

Feder, Hist. Methodik.

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