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Quellenkritik.

Vorbemerkungen: Einige wichtige logische Beweismittel der historischen Methodik.

173. Die Eigenart der historischen Erkenntnis beeinfluBt in vieler Hinsicht auch die Eigenart der logischen Beweismittel der historischen Forschung, namentlich auf dem Gebiet der Kritik und Synthese Deshalb sei den Ausffihrungen über diese Hauptteile der Methodik eine kurze Untersuchung über einige jener Beweismittel, soweit ihre Anwendung besondere Schwierigkeiten bietet, vorausgeschickt.

174. Das logische Verfahren, mittels dessen wir die weiteren Merkmale, die Ursachen, Wirkungen und andere Beziehungen der historischen Tatsachen auff inden, ist in den Fallen, wo die Zeugnisse über diese Momente schweigen, teils ein eigentliches Beweisverfahren, das sichere Schlüsse vermittelt, teus ein Wakrscheinlichkeitsverfahren, das nur wahrscheinliche Resultate ergibt. Letzterm gehören an die historische Analogie, die historische Hypothese und vitKiA die historische Inuuktion und StatistiL ais deren Vorstufen Analogie und Hypothese gelten. Da in der historischen Betrachtung der AnalogieschluB haufig mit dem strengen, auf dem Satz von der Ursprungseinheit (dem henologisóhen Prinzip) beruhenden SchluBverfahren verwechselt wird, so fugen wir den Ausffihrungen über die Analogie einiges über dieses Verfahren bei. Auf einige andere sichere Beweisverfahren werden wir spater noch ausführlicher zurückkommen, so auf den historischen indirektcn Beweis e silentio, auf den historischen Beweis a priori usw.

§ 1. Die historische Analogie.

175. Lit.: StvDunin-Borkowski SJ, Vorfragen zur urchristl. Verfassungsgeschichte in Z.f. kath. Theol. 28 (1904) 216 ff. 29 (1905) 28 ff, vgl. 211 ff. ADeneffe SJ, Das henologische Prinzip in Stimmen aus Maria-Laach 83 (1912) 423 ff; COutberlet, Logik u. Erkenntnistheorie4 (1909) 147 ff.

1. Wesen der historischen Analogie. 1. Die historische Analogie (im aktiven Sinne) besteht darin, daB man auf Grund von bereits festgestellten Ahnlichkeiten zweier historischer Objekte auf weitere schlieBt. Man folgert also aus der Übereinstimmung zweier Objekte in einem oder mehreren Merkmalen bzw Beziehungen, daB diese Objekte auch in anderen Merkmalen oder Beziehungen übereinstimmen. Dem eigentlichen AnalogieschluB ist es eigen, daB er von einem Fall auf einen andern folgert und daB das Verfahren nicht von der Vergleichung vieler Objekte abhangig ist

2. Der i nnere Grund für die Berechtigung des Analogieschiusses beruht auf dem Prinzip, daB ein jedes Wesen seinem Sein entsprechende Merkmale oder AuBerungen, also ahnliche Wesen ahnliche Merkmale und AuBerungen haben und daB jede Ursache eine ihr entsprechende Wirkung, also ahnliche Ursachen ahnliche Wirkungen haben und umgekehrt.

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