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wesentlichen differieren. Bei historischen Objekten können die Umstïnde von Zeit und Ort zu den wesentlichen Merkmalen gehören^

7. Das SchluBverfahren verliert an Wahrscheinlichkeit, je mehr die Betatigung der Willensfreiheit bei den Objekten in die Erscheinung tntt.

8 Man dart von vornherein annehmen, daB die Regelmafiigkeit des menschlichen Handelns um so gröBerist, 1) je enger die zugrunde liegende Triebanlaeé mit der menschlichen Natur verbunden ist (z. B. der Tneo der Elternliebe, der Kindesliebe, der Selbsterhaltung), 2) je mehr die menschlichen Betatigungen die wesentlichen Bedürfnisse der einzelnen Tnebanlagen befriedigen (z. B. Betatigung der Elternliebe gegenüber dem Leben der Kinder, Betatigung des Selbsterhaltungstriebes gegenüber den zum Leben notwendigen Gütern), 3) je enger die Betatigungen mit den besonderen Naturanlagen der Èinzelindividuen verbunden sind.

200. 4. Begriff der historischen statistik. 1. Unter historischer Statistik ais Methode verstehen wir die nach Zahl oder MaB erschöpfende Beobachtung von historischen Massen (s. n. 197) mit dem Zweck, etwaige RegelmaBigkeiten derselben aufzufinden. Unter historischer Statistik als Wissenschaft hingegen verstehen wir die auf jene Beobachtung gegrfindete Erforschung der historischen Massenerscheinungen und Massenzustande nach ihren Grimden, Beziehungen, Gesetzen. Als allgemeine Statistik, auch exakte Oesellschaftslehre genannt, erstreckt sie sich auf das gesamte gesellschaftliche Leben, wahrend die besonderen Statistiken die einzelnen Gebiete desselben umfassen, wie die Bevölkerungsstatistik, die Moralstatistik, die Bildungsstatistik, die Wirtschaftsstatistik. Insofern die Statistik auf Grund von alteren uns fiberlieferten Beobachtungen die Massenerscheinungen und Massenzustande frfiherer Zeiten zum Gegenstande hat, nennen wir sie historische Statistik im engern Sinne.

Material ffir diese Art der Statistik bieten namentlich Aufzeichnungen fiber das Bevölkerungs-und Wirtschaftsleben, wie sie sich z. B. in Kirchenbfichern, Grundbüchern, Preislisten, Rechnungsbüchern und dgl finden. Bei den folgenden Darlegungen berücksichtigen wir hauptsachlich die Statistik als Methode.

2 Welches ist nun derinnereOrund dafür, daB für uns die in Frage stenende RegelmaBigkéit, deren objektiver Seinsgrund in der Ordnung der Natur liegt (vgl. n. 197, 2) nur in gröBeren Massen in die Erscheinung tntt, wahrend sie bei Einzelfallen, die der Beobachtung unterstehen, nicht bemerkbar ist? Bei einer groBen Masse heben sich eben die Störungen, die m den Einzelfallen nach der einen oder andern Richtung vom Qesetze ablenken, gegenseitig auf; sie gleichen sich aus und finden beim Endresultat kernen Ausdruck.

201. 5. Anwendung der historischen Statistik. Die Statistik dient ZUtl&chst

der geordneten Beschreibung und Darstellung der Massen; sie dient sodann, indem sie sich mit einer analytischen Durchforschung der Ergebnisse verbindet, der Auffindung der innern Natur und Struktur der Massen, ihrer kausalen Beziehungen und ihrer Gesetze. In anderen Fallen, wo wir die Ursachen typisch sich wiederholender Erscheinungen schon kennen, wirkt sie als nfitzliches Berichtigungsverfahren. Es seien noch einige Worte fiber dienahere philosophische Nutzbarmachung der statistischen Methode beigeffigt.

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