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3) Haufig kann man auch aus der Sprache der Quelle, besonders wenn es sich um einen ganz besclirankten Dialekt handelt, auf einen gewissen nationalen oder landschaftlichen Kreis schlieBen. Ahnliches gilt vom Stil.

Doch ist bei der Anwendung dieses Kriteriums deshalb Vorsicht erfordert, weil bei allem literarischen Oebrauche eine Annaherung der Muttersprache an die umliegenden Idiome stattfindet, weil ferner auch innerhalb derselben Sprache oft eine Angleichung der Dialekte statthat (Verkehr sfidund norddeutscher Stadtbehörden im Mittelalter), weil schlieBlich der Autor sich mit Absicht einer Kunstsprache (provenzalische Troubadours) oder eines fremden Idioms als eines beliebtern bediente (Italiener des Französischen, Spanier des Portugiesischen).

265. 4) Vor allem erschlieBen wir den Ort aus dem Inhalt. Der Verfasser bekundet für gewisse Oegenden ein besonderes Interesse, zeigt sich über sie oder über gewisse Personen, die zu bestimmten Gegenden in besonderer Beziehung stehen, genau unterrichtet. Um so beweiskraftiger ist jenes Moment, je mehr es Gegenden oder Zeiten betrifft, in denen die Verkehrsverhaltnisse, also auch die Übertragung der Quellen von einem Ort zum andern, schwierig waren.

3. Bestimmung des Urhebers.

266. i. wichtigkeit der Urheberbestimmung. Eine namenlose Quelle ist wie ein Schiff ohne Steuermann, schwer zu dirigieren und noch schwerer zur Landung in den Hafen zu führen. Je genauer wir aber über die Person des Verfassers, seinen Charakter, seinen Beruf, seine anderen Lebensverhaltnisse unterrichtet sind, desto vollkommner wird uns das Verstandnis seiner Zeugnisse werden. Wir lernen namlich auf jene Weise seinen Kenntniskreis, seine Zuverlassigkeit, seine Stellungnahme, seine Beurteilungsweise kennen. Darum wird die Methodik bei allen Quellen, deren Urheber uns unbekannt ist, diesen und seine Individualitüt nach Möglichkeit festzustellen suchen.

267. 2. Mittel für die Urheberbestimmung. 1) Der Urheber wird zuweilen

in anderen eigenen oder in fremden Werken zitiert. Öfters findet sich der Name auch in mehr versteckter Weise: der Urheber ersucht. in einer Unterschrift die Leser um ihre Fürbitte; er hat seine Person in einer Widmung angedeutet; er hat seinen Namen dem Werke in Akrostichen einverleibt (Beispiele s. bei HDiels, Sibyllinische Blatter [1890] 33—37).

2) Der Verfasser kann bei schriftlichen Zeugnissen oft aus der Schrift ermittelt werden, wenn uns das Original vorliegt. Doch darf h ier nicht übersehen werden, dafi bei früheren Schriftwerken und auch bei Aktenstücken der kalligraphische Charakter die individuelle Schreibart leicht verschwinden laBt.

3) Die a non yin en Verfasser von Pamphleten, Flugblattern, Erzeugnissen der Publizistik erschlieBen wir oft aus Briefen, Akten, bes. ProzeBakten; manchmal bietet auch der Druckername oder der Druckerort einen Anhaltspunkt für die Kreise, denen der Verfasser angehöri

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