Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

auf Grund der fröher besprochenen Regeln erst die Existenz des einen Verhaltnisses klar erweist und dann aus anderen Stellen die Annahme des zweiten Verhaltnisses sichersteilt.

3) Das sicherste innere Kriterium der Abhangigkeit einer Quelle C von zwei anderen A und B als Urquellen besteht darin, daB sie sog. Dubletten aufweist, d. h. daB sie dieselbe Nachricht einmal in der Form der Quelle A, das andere Mal in der Form der Quelle B bringt.

In graphischer Darstellung bieten die besagten Verhaltnisse folgende Bilder:

291. 2. Mehr als drei Quellen s verlorene Quellen. Mutandis mutatis werden

dieselben Grundsatze angewandt, die wir oben n. 286 f anführten.

Manche treffende Beispiele über die Verwandtschaft mehrerer Urberichte und einer abgeleiteten Quelle s. in den Quellenuntersuchungen über die Kirchenhistoriker Sokrates (FrOeppert 1808), Sozomenos (LJeep 1884), Theodoretos von Kyros (AOüldenpenning 1880, LParmentier 1911). Da die Kirchengeschichte des Nikephoros Kallistos nach der eigenen Angabe des Verfasr sers eine Kompilation verschiedener Werke anderer Autoren ist und diese uns mit Ausnahme des Werkes des Basileios von Seleukeia noch erhalten sind, so lassen sich durch Ausscheidung viele Stellen der jetzt verlorenen Schrift des Basileios wiederherstellen. — Andere gute Beispiele für Quellenanalyse: Livius durch HNissen (1863), Solinus (3. Jahrh. n. Chr.) durch ThMommsen (1864, Hieronymus, De viris ill. durch StvSychowski (1894), CABernouilli (1895); das Leben des hl. Vinzenz Madelgarius durch APoncelet in Anal. Boll. 12 (1893) 422—40; die Legende über den Tod des Kaisers Jutian durch RvNostitz-Rieneck SJ im Progr. des Feldkircher Gymnasiums 1907; viele andere Beispiele s. noch in den MQh und in Neues Archiv der Ges. f. Uitere deutsche Qeschichtskunde.

Zweiter Abschnitt. Kritik der Urform oder der Integritat der Quellen (philologische Kritik).

292. Lit. (vgl n. 165, 1): FrBlaB in IvMüllers Handbuch l2, 277—289; ABöckh 179—206; ATobler bei QOröber 1 2 320—333; HPaul 1 2 184—196; ThBirt in Müllers Handbuch, 1, 33, 10 ff; Bernheim 447—464; Langlois-Seignobos 51—65; andere Lit. s. n. 165 und in Philolog. Methodik 67 ff.

Da der Gegenstand des zweiten Abschnittes bezüglich mancher Partien bereits ausführlicher in der Philologischen Methodik behandelt wurde, so beschranken wir uns an dieser Stelle auf eine summarische Darstellung jener Partien und verweisen für hier übergangene oder nur kurz ausgeführte Teile der philologischen Kritik auf jene gröBere Arbeit.

7'

Sluiten