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auf Kopien, die dem Original zeitlich nahestanden, oder zum Teil sogar direkt auf das Original zurfick.

3) Die Quelle findet sich in vielen Übersetzungen, auf welche dieselben eben genannten Bedingungen zutreffen, oder es ist ihr Inhalt durch viele Auszüge, Paraphrasen, Zitate, andere Testimonia ahnlichen Charakters bezeugt

4) Der Gebrauch der verschiedenen übereinstimmenden Abschriften bei Mannern entgegengesetzter Richtung beweist ebenfalls oft die Integritat; denn im Falie mangelnder Integritat würde von der einen Richtung darauf hingewiesen worden sein.

5) Ein wichtiges Anzeichen der Integritat ist schlieBlich der Umstand, daB stets eine groBe Sorgfalt auf die Reinerhaltung der Quelle verwandt wurde, daB im besondern die Kopien mit anderen Handschriften verglichen wurden, wie dies namentlich zu Zeiten kritischer Bildung (z. B. alexandrinische Periode, Karolingische Renaissance, vgl oben n. 56. 61) geschah.

Mit groftem Erfolg lassen sich die vier letzten Kriterien auf viele Bücher der hl. Schrift, besonders die 4 Evangeliën, anwenden.

Zweites Kapitel. Die Ursachen der Mangel der Integrit&t

296. Da bei den schriftlichen Quellen das zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Landern andersartige Schreib- und Buchwesen einen groBen EinfluB auf die Entstehung der besagten Mangel ausgeübt haben, so kann die Quellenkritik einer entsprechenden Kenntnis sowohl des Schreibwesens als auch des Buchwesens, wie sie von Palaographie, Inschriftenkunde, Diplomatik (vgl oben n. 49) gelehrt werden, nicht entbehren. Wir verweisen deshalb auf die diesbezüglichen Ausffihrungen der Philologischen Methodik, bes. S. 22—56.

Die Fehler und Mangel der Unversehrtheit einer schriftlichen unmittelbaren oder mittelbaren Überlieferung stammen entweder von den Schreibern der betreffenden Überlieferung, d. h. vom Verfasser bzw von den Abschreibern und Korrektoren, oder von auBeren, besonders mechanischen Ursachen.

297. 1. Die Fehler der Schreiber der Quellen. Der Verfasser konnte leicht

Fehler begehen oder AnlaB dazu geben, indem er seinen Bericht in Zerstreuung oder groBer Eile aufsetzte, indem er sich beim Abschreiben seines Konzeptes verlas, indem er unleserlich schrieb oder sich schwer verstandlicher Abkürzungen bediente oder indem er sich beim Diktat versprach. Die Fehler gingen so meist in die folgenden Abschriften über und gaben zu weiteren MiBverstandnissen AnlaB. Ahnliche neue Fehler steilten sich in den Kopien durch die Unachtsamkeit, Nachlassigkeit, Unwissenheit der Schreiber ein. Dazu traten dann noch die bewuBten Auslassungen, Zusatze und Anderungen der Schreiber und Korrektoren hinzu, die wir aber bereits oben bei der Kritik der Falschungen behandelt haben. Die nichtbewuBten Fehler der Schreiber können wir in 5 Klassen einteilen:

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