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Wunder überhaupt nicht geschehen können, nicht gibt. Wir brauchen also bei einem zuverlassigen Wunderzeugnis nicht die physische Unmöghchkeit des wunderbaren Vorganges mit der moralisch sichern Tatsachlichkeit desselben, sondern nur die absolute Möglichkeit des Wunders mit seiner Tatsachlichkeit in Übereinstimmung zu bringen. Die Versöhnung dieser beiden Momente bietet der menschlichen Vernunft aber keine besondere Schwierigkeit.

394. Konsequent leugnen die meisten Gegner der ersten Klasse ausdrücklich, daB je ein sicherer Wunderbericht vorgelegen hat.

Hume, Enquiries etc 116 sqq: „there is not to be found, in all history, any mirade attested by a sufficiënt number of men, of such unquestioned good-sense, education, and beaming, as to secure us agaipst all delusion in themselves" etc. — WWundt, Logik 3 3 379: „Darum wird kein wirkucher Historiker heute noch den Bericht eines Wunders, auch wenn er von noch so zuverlassigen und voneinander unabhangigen Zeugen herrühren sollte, für glaubwürdig ansehen."

Antwort: Der Einwurf wird durch die Tatsache widerlegt, daB uns z B nicht nur in den auch rein historisch zuverlassigen Evangeliën, sondern auch in Hunderten von anderen zuverlassigen Zeugnissen durchaus glaubwfirdige Wunderberichte vorliegen (vgl oben n. 392).

395. b) Gegner, wdche wegen der angeblich mangelnden Beweiskraft der Wunderberichte an die Möglichkeit, mittels der Regdn der Quellenkritik die Tatsachlichkeit historischer Fakta überhaupt festzustdlen, verzweifeln; vgl oben (n. 208) die Zurückweisung der Ansicht von OLorenz, nach der die Aufgabe der Quellenkritik nicht darin besteht, die Tatsachlichkeit der Fakta, sondern nur die Tatsachlichkeit der Quellen festzustellen.

396. c) Gegner, welche zwar die Wunderberichte genau nach den Regeln der Quellenkritik bewerten und im Falie zuverlassiger Wunderberichte die Tatsachlichkeit der Ereignisse zugestehen, die aber den Wundercharakter solcher Ereignisse leugnen und und darum die Vorgange auf uns noch verborgene Naturkrafte zurückführen wollen.

Bernheim 328 f: „An der Tatsachlichkeit der Vorgange an sich ist in dem Falie des hl. Bernhard und in hundert anderen Fallen gar nicht zu zweifeln . . . Was man bezweifeln kann, ist nur die Auffassung und Beurteilung dieser Vorgange als wunderbaren Wenn wir das tun, d. h. uns in der Beurteilung der erzahlten Tatsachen auf Orund unserer abweichenden Anschauungen und Kenntnisse von dem Urteil der Berichterstatter emanzinieren, so tun wir gar nichts anderes als das, wozu wir uns uberall methodisch berechtigt halten, wo es sich um die Kritik und Interpretahon von

Autoren handelt (Wir erklaren) die Tatsachen .... mit Hilfe der

Psychologie upd Medizin als natürliche Vorgange gewisser nervoser trschcitiunficn'*.

Antwort: Wie bereits oben bemerkt wurde (n. 391), gibt es gewisse wunderbare Tatsachen, die durch keinerlei Krafte der Naturweft heiyorgerufen werden können und darum alle sinnfalligen Krafte schlcchthin übersteigen. Wird also ein solcher Vorgang durch sicher zuverlassige Zeugnisse benchtet, so müssen wir folgerichtig aüch den Wundercharakter des Vorganges anerkennen.

397. 2) Gegner, wdche das Wunder und den Wunderbericht ohne Berücksichtigung des Zeugnismaterials und seines innern Wertes deshalb zurückweisen, weil das Wunder angeblich nicht in den bekannten

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