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d. h. der Sicherheit bzw der Wahrscheinlichkeit, die durch die gegenseitige Übereinstimmung der Quellen erzielt wird, vorausgeschickt.

1) Zunachst können die betreffenden Quellen alle wesentiich gleichwertig sein, d. h. sie können alle sicher oder wahrscheinlich sein. Sind sie alle sicher, so bilden sie einzelnen ebensoviele Beweise für die Tatsachlichkeit der bezeugten Ereignisse und bieten zusammen genommen für gewöhnlich eine wesentiich höhere GewiBheit, als irgend ein Zeugnis für sich allein ergibt (vgl oben n. 29). Sind aber alle Zeugnisse nur wahrscheinlich, so bieten sie an und für sich auch zusammengenommen nur einen, wenn auch höhern, Wahrscheinlichkeitsgrad, in vielen Fallen aber bieten sie eine reduktiv metaphysische Sicherheit, weil eben das Vorhandensein der Gesamtheit der an sich wahrscheinlichen Zeugnisse nur durch die Wirklichkeit der bezeugten Tatsachen erklürt werden kann (vgl unten n. 404. 408).

2) Die vorliegenden Zeugnisse können wesentiich un gleichwertig sein: zu sich eren Zeugnissen treten wahrscheinliche zu reduktiv metaphysisch sicheren treten moralisch sichere hinzu. Zu den wahrscheinlichen rechnen wir hier nicht nur solche welche durch irgendwelche neue Uberzeugungsgründe direkt auf die Erkenntnis einwirken, sondern auch solche, die durch Vorhalten von Konvenienzgründen zunachst auf den freien Willen und durch diesen dann indirekt auch auf den Verstand einen EinfluB ausüben. In allen diesen Fallen können wir den Erganzungswert, den die hinzutretenden Zeugnisse zum Wert des ersten Zeugnisses hinzufügen, eine Bekraftigung desselben im uneigentlichen Sinne nennen. Von ihr unterscheiden wir die historische Bekraftigung im eigentlichen Sinne. Diese liegt dann vor, wenn das zweite Zeugnis in sich keine selbstandige sichere Beweiskraft hat sondern seine Sicherheit nur durch das vom Hauptzeugnis einfallende Licht erhalt, nun aber durch seine vom Hauptzeugnis unabhangigen Elemente diesem einen Erganzungswert bietet Beispiele für eine solche Bekraftigung bilden manche Überreste, die an sich mehrdeutig, keinen sichern SchluB auf eine bestimmte Tatsache zulassen, die aber unter dem Lichte eines sichern formellen Zeugnisses über die betreffende Tatsache nur eine Deutung zulassen und ihrerseits nun jen es Zeugnis bekraftigen (wie etwa archeologische Funde zu Rom und das formelle Zeugnis über den dortigen Aufenthalt des Apostels Petrus)-

403. 1. Übereinstimmung von Überresten mit Überresten. 1. Da die Überreste

unter der Voraussetzung der Echtheit nicht angreifbare Zeugnisse der Tatsachen bilden, so dient ihre Ubereinstimmung untereinander in hervorragender Weise zur Bestatigung der durch sie bezeugten Tatsachen oder der aus ihnen rechtmaBig gezogenen Schlüsse. Doch sind bei der Kontrol le durch Überreste zwei Voraussetzungen zu beachten. Die erste Voraussetzung ist, daB sie voneinander unabhangig sind, d. h. daB der eine Überrest nicht seinen ganzen Inhalt durch Nachbildung oder Kopie von dem andern, übernommen hat und daB der eine Überrest auch nicht die auBere Form von dem andern entlehnt hat Letzteres ist namentlich bei Urkunden haufig vorgekommen, die

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