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und dann durch weitere Analyse des Charakters der betreffenden Person und ihrer Handlungen den wahrscheinlichen SchluB, wenn möglich, zu einem sichern zu erheben. Jener SchluB aus der Analogie oder aus den moralischen Gesetzen wird um so wahrscheinlicher, je mehr der betreffende Mensch der groBen Masse seiner Mitmenschen gleicht; denn im allgemeinen wahlen die Menschen das, was ihnen notwendiger oder nützlicher, zugleich aber auch angenehmer und leichter ist Reicht die Persönlichkeit deren Taten untersucht werden, durch den Ernst und den idealen Schwung ihrer Gesinnung über die Durchschnittsmasse hinaus, so werden ihre Motive gewöhnlich nur denjenigen zuganglich sein, die es verstehen, sich in die Anschauungsweise und Lebensführung einer solchen Person völlig hineinzudenken. So wird nur derjenige die Motive der Heiligen verstehen, welcher selbst die Grundsatze christlicher Askese kennen gelernt und praktisch erprobt hat.

448. 2. Wir sètzen nun den Fall, daB zwei oder mehrere Tatsachen gegeben sind und daB zwischen diesen die entsprechenden Kausalverhaitnisse zu erschlieBen sind. Wir können hier wieder eine doppelte Möglichkeit unterscheiden. Die zu erschlieBenden Ursachen liegen inner hal b der gegebenen Tatsachengruppe oder sie liegen alle oder teilweise auBerhalb der gegebenen Tatsachengruppe.

a) Liegen die zu erschlieBenden Ursachen innerhalb der gegebenen Tatsachenreihe, so w3re der einfachste Fall der, daB uns zwei Tatsachen bekannt sind, die beide nicht nur raumlich und zeitlich einander nahestehen, sondern auch mutmaBlich in einem unmittelbaren innern Zusammenhang stehen. Eine Prüfung der Natur der beiden Tatsachen und ihrer Umstande wird dann haufig leicht das obwaltende konkrete Kausalverhaitnis feststellen. Sonst müssen wir versuchen, durch AnalogieschluB das Verhaltnis aufzudecken. Sind mehrere Tatsachen vorhanden, die verbunden werden sollen, so wird es vielfach wieder gelingen, durch Prüfung der Natur der Tatsachen und ihrer Umstande oder auch durch einen AnalogieschluB oder durch Hypothesenbildung den verschiedenen Kausalnexus aufzufinden. Je nach der Zahl der ursachlich yerbundenen Tatsachen und je nach der Art der zwischen ihnen bestehenden Abhingigkeit, die eine unmittelbare oder eine mittelbare sein kann, wachst natürlich die Zahl der möglichen Kombinationen.

b) Liegen die zu erschlieBenden Tatsachen auBerhalb der gegebenen Tatsachenreihe, so w3re auch hier der einfachste Fall, daB zu zwei Tatsachen die unmittelbare Ursache oder Wirkung aufzusuchen w3re. Die Methode würde dieselbe sein wie bei dem eben (unter n. a) besprochenen Fall. Sind mehr als zwei Tatsachen vorhanden, so würde die Kausalverbindung sich am einfachsten gestalten, wenn die Tatsachen sich alle auf efne Ursache zurückführen lieBen. Die Schwierigkeit der Untersuchung und die Möglichkeit verschiedener Kombinationen wachst auch hier im Verhaltnis zur Zahl der zu verknfipfenden Tatsachen und je nach der Art des objektiven Kausalzusammenhanges, die es oft

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