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Die Lücke, welche die Bischofsreihe der Egmonder Annalen zwischen Balderich und Ansfrid aufweist, kann leicht dadurch entstanden sein, daB das Auge des Abschreibers von „Baldricus" zu „Balduinus" abgeirrt ist. Der Name des Bischofs Odilbald findet sich in den Annalen von St. Marien nicht; aber den Bericht zu 900 hat der Egmonder Annalist einer anderen Quelle entnommen, der auch sonst von ihm benutten Chronik Reginos; in der es zu 899 heiBt:

Ea tempestate Odilbaldus sanctus vir Traiectensis ecclesiae presul e rebus humanis sublatus ad caeleste regnum transivit, in cuius loco subrogatus est Radbodus venerabilis antistes.

Auch Sigebert hat dem Egmonder Annalisten eine Erganzung zu den Nachrichten der Annalen von St. Marien geliefert: in dem Bericht zu 1099 über die Ermordung des Bischofs Konrad die Zeitangabe: in quarta feria paschalis ebdomadae.

Die Egmonder Annalen berichten noch eine Reihe von andern Einzelheiten, die in den Annalen von St. Marien nicht stehen: den Tag der Utrechter Kirchweih von 1023, den Todestag des Bischofs Wilhelm, das Begrübnis des Bischofs Konrad in der von ihm erbauten Marienkirche, den Eintritt des Bischofs Godebald in das Kloster Oostbroek und sein Begrabnis vor dem Petersaltar, den Tag, an dem Andreas 1128 Bischof wurde *).

Dieser ganze UberschuB von Nachrichten kann von dem Egmonder Annalisten nicht aus eigener Kenntnis hinzugeseljt sein, sondern ist Utrechter Herkunft. Und zwar deutet die Nachricht, daB Bischof Konrad in der von ihm erbauten .Marienkirche begraben worden sei, auf das Marienstift. Demnach haben nicht die uns vorliegenden Annalen von St. Marien dem Egmonder Annalisten als Quelle gedient, sondem eine erweiterte Fassung derselben.

!) Das lettere Datum, 25. Juni, muB freilich, wie Pijnacker Hordijk •festgestellt hat (Nederlandsen Archievenblad 1911—1912 S. 43) verderbt sein, da Andreas als Bischof schon in einem Diplom Lothars III. vom 13. Juni 1128 (St. 3237) vorkommt.

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