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Der Annalenbericht zu 1143 über die Egmonder Kirchweih hangt mit der Urkunde des Bischofs Hartbert von Utrecht OB I 124 zusammen, der zu 1162 über die Rückgabe der Kirche zu Vlaardingen mit der Urkunde des Grafen Florens III. OB I 143. Ferner stehen die von Hand C auf BI. 141 eingetragenen Glossen (oben S. 7f.) in Beziehung zu den verfalschten Diplomen Karls des Einfaltigen von 922 OB I 26 und Lothars von Frankreich von 969 OB I 43. Über das alles wird sich Nüheres unten ergeben.

Dagegen findet sich in den Annalen keinerlei Andeutung über die Urkunde des Grafen Dietrich V; von 1083 OB I 89, obwohl sie über die alteste Geschichte des Klosters ungewöhnlich ausführliche und wichtige Angaben macht.' Von allem, was in OB I 89 berichtet wird, ist in den Annalen mit keinem Wort die Rede; nur eine von C auf Blatt 145 eingetragene Glosse (oben S. 8f.) sagt von Graf Dietrich II.: praeter aha pater eius hic lignèam, iste lapideam construxit sancti Adalberti ecclesiam.

3. Die Verfasser.

Das ursprüngliche Annalenwerk bestand, wie wir annehmen, aus zwei HSlften, von denen die erste, bis 1173 herabreichende, von C, die zweite, mit dem Jahre 1205 abbrechende, von D verfaBt und geschrieben war. Beide Halften besitzen wir somit nur noch teilweise in der Urschrift; wie weit die von Hand F überlieferten Berichte von 1112—1173 den von C herrührenden Wortlaut bewahrt haben, und ob die Berichte von 1189—1204 erste Halfte den D-Text unverandert wiedergeben, muB jetrt naher untersucht werden.

In der Urschrift von D liegen die Berichte zu 1176—1188, die zweite Halfte des Berichtes zu 1204 und der von 1205 vor; bis zu diesem Jahre hat er somit die Annalen fortgeführt. Doch ist sein Werk nicht einheitlich, sondern wird durch eine Lücke, die hinter dem Bericht zu 1199 klafft, in zwei Teile zerlegt. Vor der Lücke wechseln reichspolitische und Utrechter Berichte mit hollandischen ab; nach der Lücke

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