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Gegen die Glaubwördigkeit des F-Textes erheben sich auch sonst an mehr als einer Stelle Bedenken.

Der Weihebericht zu 1148, den wir aus chronologischen Grimden oben dem F-Text zuweisen könnten, bildet eine Reihe mit den Weiheberichten zu 1113, 1135, 1143, ,1173, 1199. Sie kommen ebenso wie der von 1250, der von Hand G hinzugefügt ist (vgl. oben S. 6), auch in einer Reihe von Weihenotizen vor, die in dem Egmonder Kopiar des 15. Jahrhunderts (künftig von uns als Kopiar E angeführt) überliefert und danach in van den Berghs Oorkondenboek I S. 335 f. gedruckt ist. Wir bezeichnen sie als WN.

Für das Verhaltnis von WN zu den Annalen sind die Berichte zu 1113 und 1199 erheblich. Von ersterem steht das erste Drittel:

Anno d. i. MCXIII kal. nov. dedicatum est altare in cripta turri australi contigua a domino Geroldo episcopo in honorem sanctorum Johannis Baptiste et Andree apostoli, in quo reliquie sanctorum

nur in WN, nicht auch in den Annalen. Ebenso erfahren wir nicht aus diesen, sondern nur aus WN, daB es sich bei der Weihe von 1199 um die capella que paradysus dicitur handelt.

Als Quelle der Annalen kann WN in der uns vorliegenden Fassung natürlich nicht angesprochen werden, weil diese ja auch den .Bericht zu 1250 enthalt. Überdies wird in WN zu 1136 unter den heiligen Jungfrauen aus der Schar der Elftausend, von denen das Kloster Reliquien besigt, die hl. Odilia genannt, deren Körper erst unter Bischof Johann IV. von Lüttich (1282—1291) im Garten eines Kölner Bürgers bei der Gereonskirche in einem römischen Sarkophag aufgefunden und nach Huy gebracht wurde. Vgl. Analecta Bollandiana III (1884) 23 ff. WN ist somit in der vorliegenden Gestalt frühestens zu Ende des 13. Jahrhunderts aufgezeichnet worden und zwar mit Benutzung der Egmonder Annalen, aus denen der Bericht zu 1250 stammt, aber auch auf Grund einer alteren Aufzeichnung WNA, die ihrerseits den Annalen als Quelle gedient hat. Letjtere aber ist, da sie den Be-

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