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richt zu 11Q9 enthalt, nicht vor diesem Jahr entstanden. Nach alledem kann WN zur Stütze sachlich verdachtiger Angaben, die sich auch in den Annalen finden, nicht herangezogen werden.

Nach WN sowohl wie nach den Annalen sind 1113 in Egmond von Bischof Gerold geweiht worden basilicae sanctae dei genitricis Mariae et sancti Adalberti, ubi sepultus fuit.

Wie ist es um die Glaubwürdigkeit dieser Nachricht bestellt?

Über die Marienkirche gibt zunachst die Grafen- und Abtsreihe des Egmonder Nekrologes Auskunft, über den wir unten (Kap. VII 3) gehandelt haben. Sie sagt (BMHG. XXXV 53): Anno 1120 Adalardus abbas Egmundensis sextus obiit X. kal. maii et sepultus est ante chorum ecclesie parochialis, quam construxerat in honorem beate Marie virginis.

Als Erbauer dieser Pfarrkirche wird Abt Adalhard auch in dem Bericht der Egmonder Chronik zu 1113 genannt, der im übrigen aus den Annalen übernommen worden ist (vgl. unten Kap. VI). Die Nachricht, daB sie 1113 (wahrend der zweijahrigen Sedisvakanz des Utrechter Stuhles) von Bischof Gerold geweiht wurdè, unterliegt nicht dem geringsten Bedenken.

Der Bericht zu 1250, der auf BI. 42 der Annalen handschriftlich vorkommt, unterscheidet eine ecclesia und eine capella beate virginis in monasterio, sowie eine capella s. Adalberti, lettere offenbar die angeblich 1113 geweihte Adalbertskirche.

Nach dem Urbar des Liber s. Adalberti (BMHG. XXXV 30; vgl. unten Kap. III 3 C) hat Abt Walther (f 1161) ein der capella s. Marie in Hecmunda gehöriges Grundstück zu Hargen, das 4 Unzen aufbrachte, verkauft und mit dem Erlös ein 12Va Unzen zinsendes Grundstück zu Assendelf erworben, wovon er 8 Unzen der Marienkapelle überwiesen hat. Ihr gehören auch 4 Unzen zu Voorhout, die für die Seele Dodos gestiftet sind. Die unkontrollierbare Nachricht der Batavia sacra (1714) S. 426, Abt Walther liege begraben sub lapide in medio capellae beatae virginis, quam ipse construxerat, wird danach wohl richtig sein.

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