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(Martell) und anderen Glaubigen an Willibrord und das Kloster Echternach geschenkten Kirchen aufgezahlt wird. Sie waren in der ersten Halfte des 11. Jahrhunderts von den Grafen widerrechtlich in Besig genommen worden, und erst 1156 verzichtete das Kloster Echternach auf sie in einem Vertrag mit Graf Dietrich VI. (OB 1134). DaB die Egmonder Kapelle in die Zeit der angelsachsischen Mission hinaufreichte, kann aus ihrer Lage bei dem St Adalberts-Brunnen freilich nicht geschlossen werden, weil die Benennung dieser Brunnen keine ursprüngliche ist. Bei einer anderen jener Echternacher Kirchen, der zu Heilo, liegt der St. WilUbrords-Bnuinen (de Rijk a. a. O. S. 76 ff.). Von ihm sagt Beka in seiner Chronik (ed. Buchelius S. 10), er werde erst neuerdings so genannt (quae ab inquilinis illic inhabitantibus moderno tempore puteus sancti Willibrordi dicitur). Dementsprechend sind die zahlreichen anderen Willibrords-Brunnen in Dörfern mit altem Echternacher Besiïj- — de Rijk a. a. O. nennt Oss, Bakel, Asten, Diessen, Maarhees und Berchem bei Antwerpen — zu beurteilen.

Die Angabe des Weiheberichtes nun, in dieser Egmonder Kapelle habe St Adalbert (früher) begraben gelegen, segt die Translation durch Graf Dietrich I. voraus, von der wir aus der vita s. Adalberti (unten Kap. II 1) erfahren. Aber daB diese Translation tatsachlich stattgefunden hat, kann nicht angenommen werden, da ja die Egmonder Kapelle Echternacher Besig war.

Man bewahrte in Egmond zu Anfang des 12. Jahrhunderts die Reliquien des Heiligen in einem Schrein. Nach einer Urkunde des Abtes Adalhard (1106—1120) OB I 106 wurde damals eine halbe Mark Silber ad scrinium sancti Adalberti ornandum aufgewendet, 'und daB Graf Florens n. (f 1122) ad scrinium s. Adalberti marcam auri et unum manile geschenkt hat, i5t im sogenannten Grafenregister überliefert. Es ist der von Erzbischof Egbert von Trier (f 993) dem Sohne des Grafen Dietrich JJ., dem Kloster dargebrachte Schrein, der unter den Geschenken Egberts als sorinium argenteum plenum reliquüs sanctorum im Grafenregister und

Oppermann, Untersuchungen zur nordniederlandischen Geschichte. 3

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