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Im Jahre 1130 aber, so hören wir weiter, haben Bischof Andreas und Grafin Petronella Gesandte an den Genter Abt Arnold (von Blandigny) geschickt und von ihm einen Mönch erbeten, qui idoneus esset animos regere, exteriora disponere et lapsa promovere. Arnold sendet Walther, den Propst des Klosterhofes Lens (Pas-de-Calais), der am 7. September von Bischof Andreas zum Abt ordiniert wird. Er stellt geordnete Zustande her; Zeugnis seiner ersprieBlichen Tatigkeit ist unter anderem die neue Klosterkirche. Aus einer Notiz des Annalisten zu 1139 erfahren wir, daB sie in diesem Jahre vollendet worden ist.

Eine Klage über Abt Ascelinus findet sich auch im Urbar des Liber s. Adalberti, mit dem wir uns unten (Kap. III 3 C) narier befassen. DaB auch sie nicht unbesehen hingenommen werden darf, wird sich dort ergeben. Aber sie wtirde, auch wenn sie völlig glaubwürdig ware, nicht geeignet sein, die Bedenken gegen den Annalenbericht von 1121 zu beseitigen.

Man fragt sich, was die Fremden, die sich unter Abt Ascelinus am Klostergut bereicherten, veranlaBt haben soll, die NiederreiBung der Klosterkirche anzuraten, weil sie zu klein sei, und warum dies mehr aus Habsucht wie aus Gottesfurcht geschehen sein soll. Aus dieser Mitteilung erhellt aber jedenfalls, daB der Neubau der Klosterkirche, wegen dessen Abt Walther in den Annalen so sehr gepriesen wird, schori unter Abt Ascelinus begonnen wurde. Das wird von zwei Seiten her bestatigt. Nach Angabe des Grafenregisters (unten Kap. III 3 B) hat Grafin Petronella für das Seelenheil ihres Gatten, der am 2. Marz 1122 gestorben war, ad edifitium templi 12 libras gespendet, und nach Ausweis des SandsteinTympanons aus dem Torbogen dieser Kirche, das im RijksMuseum zu Amsterdam aufbewahrt wird, ist sie zur Zeit der Minderjahrigkeit Dietrichs VI. gestiftet worden. Das Tympanon hat jetjt R-Ligtenberg, Die romanische Sandsteinplastik in den nordlichen Niederlanden I (Haag 1918) S. 7 ff. erschöpfend behandelt. Es zeigt drei Haibfiguren: St. Petrus zwischen Petronella und ihrem bartlosen Sohn Dietrich VI., mit der Unterschrift: hic Thidericus orat, opus hoe Petronflla

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