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ist erst am 2. Marz 1122 gestorben; das Kloster müBte also nach dem am 20. April 1120 erfolgten Ableben des Abtes Adalhard zwei Jahre lang ohne Abt geblieben sein, wShrend Adalhard selbst im Januar 1106 seinem Vorganger Stephan schon am fünften Tage gefolgt war. Die Angabe, daB Ascelinus erst 1124 zur Regierung gekommen sei, die auch in die neuere Literatur übergegangen ist,. findet sich erst in dem um 1500 verfaBten Chronicon Egmundanum des Johannes de Leydis (1692) S. 21 und beruht anscheinend nur auf einem Versehen des Verfassers. Er sagt: Athalardus abbas morbo gravatus obiit anno domini millesimo centesimo vigesimo quarto decimo calendas maii, und dann: Anno domini millesimo centesimo vigesimo quarto, cum Athalardus aïjbas viam universae carnis

ingressus esset, praedicta Hollandiae comitissa Petronella

circumventa est ut capellanum suum Ascelinum

monachum suscipi iuberet. Das richtige Datum von Adalhards Tod ist aber 1120 X. kal. maii. Auch die weitere Angabe Johanns, Ascelinus sei 1129 zur Abdankung genötigt worden und 1134 gestorben, ist nicbts als ein Versuch, das lettere, im Egmonder Nekrolog (vgl. unten Kap. VII 3) sich findende Daturn, das aber wahrscheinlich aus 1129 verderbt ist, mit den Angaben der Egmonder Annalen in Einklang zu bringen.

Auch ist unglaubwürdig, daB Ascelinus Kaplan der Grafin gewesen sei. Im Urbar steht an der oben angeführten Stelle von Beziehungen des Ascelinus zur Grafin kein Wort, sondern nur, er sei assumptus ex servitio comitum gewesen. In den Urkunden erscheint der erste grafliche Kaplan 1156 (OB I 133, 134), ein Kaplan der Grafin neben dem des Grafen erst 1198 (OB I 177). Von dem Egmonder Bibliothekskatalog, in dem unter Abt Ascelinus Nummarus capellanus comitisse vorkommt, müssen wir voriaufig absehen; seine Unglaubwürdigkeit wird sich unten (Kap. II 3) ergeben1).

*) Die Zust&nde in Flandern, wo schon 1080 ein graflicher capellanus und 1123 ein Kaplan des Grafen und ein Kaplan der Grafin bezeugt sind, vgl. Pirenne in Mélanges Havet (1895) S. 737 Anm. 1, S. 740 Anm. 4, beweisen für Holland natürlich nichts. Über die Unechtheit der Urkunde von 1089 Miraeus III S. 566, in welcher Markgraf Robert

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