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nicht getan haben kann. Der Bericht über die Vlaardinger Kirche sagt nun ferner, Graf Arnulf habe sie cum filiabus suis dem Kloster Egmond überwiesen und Graf Dietrich VI. habe sie cum fratre suo Robberto zurückgegeben. Die erste Behauptung ist offensichtlich unwahr; denn Arnulf hatte bekanntlich mindestens zwei Söhne, die ihn überlebten, Dietrich IU. und Sicco. Sie zeigt aber, daB der Annalist einen Grafen im Auge hatte, der nur Töchter hinterlassen hatte. Der erste, auf den das zutrifft, ist Dietrich VII. Erst nach seinem Tode (Nov. 1203) ist also die Annalenstelle niedergeschrieben. DemgemSB ist auch die zweite Behauptung zu beurteilen. Robert, der nach OB 1188 in Rijnsburg begraben lag, wird im Egmonder Nekrolog (unten Kap. VII 3) als frater Florentii Hl. forte naturalis angeführt; Beka nennt ihn (S. 46) unter den Geschwistern Florens' III. überhaupt nicht. Jedenfalls hatten als consensberechtigt dessen vier andere Brüder in Betracht kommen müssen. Doch erklart sich die BeIiauptung des Annalisten, wenn er unter Wilhelm I., dem Bruder Dietrichs VH., geschrieben hat

Keinesfalls dem C-Text gehört auch der Bericht zu 1164 über den Pfalzgrafen Konrad an. Schon 1868 hat A. Busson (Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein XIX12 ff.) scharfe Kritik an dieser Darstellung geübt; sie ist nach ihm, da sie zu dem im 13. Jahrhundert neu geschriebenen Teil der Annalen gehört, „inDetailangaben vorsichtigzu gebrauchen, besser gar nicht zu verwerten". In der Tat ist nahezu alles, was sie an dieser Stelle melden, unrichtig oder ganz unglaubwürdig. Nach der Chronica regia Coloniensis (ed. Waitj S. 115) war die alte Pfalzgrafenburg Rheineck bei NiederBreisig das Ziel von Konrads Untemehmung, die aber dadurch vereitelt wurde, daB Erzbischof Reinald von Italien aus rechtzeitig die Weisung nach Köln gelangen lieB, die Burg in Verteidigungszustand zu setjen. Der Pfalzgraf lieB darauf den Kölnern ansagen, daB er sie bei Andernach zu einem Treffen erwarte, erschien dann aber nicht. Er hat also weder die Herrschaft über alle Rheinstadte bis an die See beansprucht noch Andernach verbrannt und natürlich auch nicht von Ander-

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