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Sie berichtet (§ 12), eine wandernde Düne sei dem Oratorium des Heiligen zu nahe gekommen, und der rex barbarorum Roricus, der zufallig|dort gelandet sei, habe den Seinen befohlen, den Sandberg von dem heiligen Gebaude zu entfernen. Am andern Morgen aber harten sie ihn, durch ein Wunder des Heiligen, einen Steinwurf weit von dem Kirchlein entfernt gefunden. Demnach hat die vita mit der Quelle, die nach ihrer Angabe unter dem Sarge des hl. Adalbert hervorgesprudelt ist, den Runxputte zu Oesdom-Obinghem im Auge. Daraus erhellt aber zugleich, daB die vita fabuliert. Ein Bfunnen, der noch im Anfang des 11. Jahrhunderts nach Herzog Rorik hieB, kann nicht zu Anfang des 10. Jahrhunderts unter dem Sarg des hl. Adalbert hervorgesprudelt sein.

Mit der Angabe §12, daB das alteste Adalbertskirchlein beim Roriksberg 'lag, was ja mit der ecclesia in Obinghem des Evangelientextes übereinsümmt, widerspricht die vita sich selbst, da nach § 10 das Kirchlein in Egmond lag. Hier müssen wir offenbar auch das angeblich von Dietrich I. gebaute hölzerne Bethaus suchen; es ist die alte Egmonder Pfarrkapelle, die Kirche zu Egmond, in der nach dem Annalenbericht zu 1113 der Heilige begraben lag. Lehrreich ist in dieser Hinsicht ein Bericht zu 1123 in Anselms Continuatio Sigeberti (SS. VI378): Fundus nostrae proprietatis est antiquus, qui nunc mons sancti Guiberti dicitur; in quo placuit nobis novam aecclesiam aedificare. Olim quippe aecclesiola lignea in eo fuerat habens privilegii sui dignitatem, scilicet baptisterium, sepulturam et decimam. Sed ita per annos plus minusve 60 neglectus erat, ut vix ibi aliqua aecclesiae vestigia remanerent. Eine solche hölzerne Pfarrkapelle war auch die zu Egmond. DaB eine Translation Adalberts durch Dietrich I. nicht stattgefunden hat, wissen wir bereits; aber auch das Nonnenkloster ist an dieser Stelle problematisch. Auch hier kombiniert die vita offenbar Dinge, die nicht zusammengehören, in fabuloser Weise. ^^p"

Dazu kommen chronologische Entgleisungen. In § 13 sagt der Verfasser, der angeblich unter Dietrich II., dem Sohne DietrichsL, schreibt, von diesem: qui locum eundem, sicuti

Opperraann, Untersuchungen zur nordniederlancHschen Geschichte. 4

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