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nunc posteri eius retinent, proprietatis iure possidebat. Das kann man unmöglich mit Pijnacker Hordijk (a. a. O. I 255 Anm. 3) auf Dietrich II. und seine Kinder beziehen; diese harten keinen Anteil an der Herrschaft. Die Stelle deutet vielmehr auf erheblich spütere Abfassung. Denn auch Dietrichs I. Enkel Graf Arnulf, der im September 993 starb, lebte, als die vita niedergeschrieben wurde, nicht mehr; heiBt es doch in § 19 von Erzbischof Egbert, der im Dezember 993 starb: qui post archipraesulatus a deo sortitus infulam.. . Trevirensem rexit ecclesiam — und Erzbischof Egbert hatte doch Rupert mit der Abfassung des Werkes beauftragt! Diese Stelle hat schon Pijnacker Hordijk (a. a. O. 157 Anm. 1) zu der Bemerkung veranlaBt, daB Ruperts vita uns anscheinend nicht unversehrt erhalten sei. EnrJlich: wenn in § 18 von Wundern die Rede ist, quae temporibus Theoderici iunioris nos ipsi vidimus, so steht das in Widerspruch zu der Angabe des §28, daB Mettlacher Mönche auf GeheiB des Erzbischofs Egbert die vita verfaBt hatten. Auch hier erscheint uns der von Pijnacker Hordijk vorgeschlagene Ausweg (a. a. O. S. 156) nicht gangbar, daB unter nos ipsi die Egmonder Mönche zu verstenen seien, deren mündliche Berichte Rupert aufzeichnete.

Ist somit die vita Adalberti in der uns vorliegenden Fassung keinesfalls im 10. Jahrhundert aufgezeichnet, so scheint doch ihre Entstehung in der ersten Halfte des 12. Jahrhunderts gesichert durch eine Angabe des Egmonder Bibliothekskataloges. Er enthalt unter anderem eine Liste von Büchern, die der Mönch Friedrich unter Abt Ascelinus, also zwischen 1122 und 1129, schreiben lieB. Sie föhrt an vorletjter Stelle an: vitam sancti Adalberti et sancti Yeronis in uno volumine (Archief voor Nederlandsche Kerkgeschiedenis II S. 157).

Aber von dieser Angabe müssen wir absehen, weil der Katalog, wie sich zeigen wird, erst zu Anfang des 13. Jahrhunderts aufgestellt oder doch stark überarbeitet ist.

Stellen wir unabhangig von dem Bibliothekskatalog die Frage nach der Entstehungszeit der vita, so ist dafür ihr Verhültnis zu den von C verfaBten Egmonder Annalen von

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