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Die Annalenberichte von 690 und 694 stellen somit die alteste Überlieferung über den hl. Adalbert dar, die wir besigen. Sie kommen als Quelle der vita in Betracht. AuBerdem hat sie Beda benugt, dessen Werk gleich zu Anfang als ecclesiastica historia zitiert wird, und Alcuins vita Willibrordi, die in § 3 als über gestorum eius (Willibrordi) angeführt ist. Man vergleiche

Vita Willibrordi c. 5 Vita Adalberti § 2

quorum aliqui postea ob praedica- adeo ut aliqui eorum post mul-

tionis evangelicae instantiam mar- tiplices initi certaminis agones

tyrio coronati sunt, aliqui vero martyrii palmam adepti sint, alii

episcopatus ordinem accipientes post conscensum ac nobiliter mo-

post sanctae praedicationis labores deratum summi pontificis gradum

in pace quieverunt. in pace quieverunt

Wahrscheinlich aus Sigebert sind die Nachrichten über die heilige Gertrud entommen; in § 27 lesen wir: Tune pari devotionis studio Nivialense properant ad coenobium, ubi mira signorum gratia sacra effulget virgo Gertrudis.

In die Annalen von 640—789 ist aus Sigebert übergegangen: 650 Itta relicta Pippini Nivielle monasterium edificat. 657 Beata Itta mater sancte Gerthrudis obiit. 664 Sancta Gerthrudis obüt.

Die Beziehungen der hl. Gertrud zu Nivelles erhellen aus diesen Notizen nicht. Wohl aber aus der Fassung, welche die Notiz zu 664 bei Sigebert selbst hat: Obiit sancta Gertrudis Nivialensis. Durch Sigebert, der ja auch die Entsendung Willibrords durch Bischof Egbert berichtet, konnte also die vita zu der Bemerkung über Nivelles angeregt werden.

In den Xantener Annalen, die in der Egmonder Handschrift auf die Annalen von 640 —789 folgen, konnte der Verfasser der vita sich über den Normanneneinfall unterrichten, von dem in § 7 die Rede ist.

Aus dem Verhaltnis der vita zu den Annalenberichten von 690 und 694 ergibt sich entscheidende Aufklarung nicht nur über die Entstehungszeit der ersteren, sondem auch über ihren Verfasser. Sie ist nach dem C-Text der Egmonder

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