Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Es muB dahingestellt bleiben, ob diese Stelle der vita von F herrührt, oder ob es auch von der translatio s. Hieronis eine altere, von C herrührende Fassung gegeben hat.

Für die legtere Möglichkeit spricht" die oben (S. 8 f., 53) angeführte Annalenglosse von der Hand C zu 988, in der man liest: Iste Theodericus reliquias sancti Ieronis martyre ipso revelante de Northga, ubi repositae fuerant, transtulit et Adalberto ut ipse monuit coniunxit.

Keinesfalls aber ist die vita und translatio Hieronis geeignet, die Glaubwürdigkeit dieser Angabe zu stütjen.

Freilich: ebenso wie die vita Adalberti wird auch die vita Hieronis von dem Egmonder Bibliothekskatalog als ein Werk des Mönches Friedrich aus der ersten Halfte des 12. Jahrhunderts bezeichnet. Mit diesem Katalog müssen wir uns also jetjt naher befassen.

3. Der Egmonder Bibliothekskatalog.

Der Bücherkatalog der Abtei Egmond, der auf BI. 144 bis 148v der Handschrift des Balduinus de Haga von 1520 überliefert ist, ist 1887 v. H. G. Kleyn im Archief voor Nederlandsche Kerkgeschiedenis II S. 127—170 mit sorgfültigen Erlauterungen herausgegeben worden, zu denen aber die Bemerkungen von Flament in De Katholiek 93 (1888) 164 ff. und 364 ff. zu vergleichen sind.

Der Katalog zahlt der Reihe nach die Bücher auf, die der Abtei Egmond von Erzbischof Egbert und unter den Abten Stephan (f 1106), Adalhard (f 1120), Ascelinus (1122— 1129) und Walther (1130—1161) zugewendet worden sind, gibt aber dann nur noch die unter Abt Lubbertus II. (ca. 1240—1263) und die um 1380 durch Johannes Weent erworbenen Bücher an. Er ist also, wenn er überhaupt schon im 12. Jahrhundert aufgezeichnet wurde, spater zweimal fortgesegt worden.

Nicht schon im 12. Jahrhundert haben jedenfalls die Überschriften ihre jegige Fassung erhalten, in denen Erzbischof Egbert als filius secundi comitis Hollandie und die Abte

Sluiten