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noch naher einzugehen ist, amYSdiluB des Verzeichnisses der unter Abt Walther (1130—1161) erworbenen Einkünfte: Quidam homo de Wiringheest nomine Limmo misit domino Waltero abbati tredecim uncias per Frethericum monachum redimens partem terre sancti Adalberti inibi iacentis.

Ob F, der, wie wir sehen werden, auch das Urbar zusammengestellt hat, diese Angabe aus einer Aufzeichnung des 12. Jahrhunderts unverandert übernommen oder ob er auch hier den Namen des Mönchs Friedrich eingeschoben hat, mag dahingesteüt bleiben.

Das Ergebnis unserer Untersuchung ist geeignet, den Wert des Bücherkataloges als bildungsgeschichtliche Quelle ganz erheblich herabzumind'ern. DaB die reichhaltige Büchersammluhg, von der er Kunde gibt, schon vor 1161, dem Todesjahr des Abtes Walther, in Egmond zusammengebracht worden sei, kann in Zukunft nicht mehr behauptet werden. Sehr möglich, daB ein groBer Teil dieser Schage erst seit dem Ende des 12. Jahrhunderts aus Utrecht und aus den südlichen Niederlanden nach Egmond gekommen ist; denn dorther haben damals nachweisbar verschiedene Handschriften ihren Weg in das nordniederiandische Kloster gefunden.

Die Angaben des Katalogs über das Alter der Handschriften sind, da diese meist nicht erhalten sind, schwer zu kontrollieren. Von den unter Abt Stephan, also vor Januar 1106, erworbenen Handschriften sind in der Leidener Universitütsbibliothek drei, die Williram-Handschrift Ms. Lat. Bibl. Publ. 130, die Handschrift der Tusculanae Cod. Lipsianus No. 30 und die Lucan-Handschrift Burman Q I, noch vorhanden. Ob sie wirklich spatestens in den ersten Jahren des 12. Jahrhunderts geschrieben sind, müBte erst durch eingehende palüógraphische Untersuchung dargetan werden.

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