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Brink 1857 nach dem Kopiar des 15. Jahrhunderts (E) herausgegeben; Pols wies dem Kopisten mit Hilfe eines besseren Textes, den er in der Handschrift des Balduinus von 1520 (vgl. oben S. 22) aufgefunden hatte, eine Reihe von Zusagen nach, durch deren Ausscheidung das Grafenregister eine wesentlich andere Gestalt erhielt, und zeigte'zugleich, daB es der Urkunde von 1083 als Quelle gedient haben müsse. Diese Darlegungen fanden freilich schon 1889 Widerspruch bei Kappeyne van de Coppello (BVG. 3. reeks V S. 97 ff.) und R. Fruin (ebenda S. 201 f.), der zugleich den von Pols gefundenen Text des Grafenregisters veröffentlichte. Aber Pols antwortete darauf (ebenda S. 278- 344) mit erneuten Ausführungen, deren überzeugende Kraft nur dadurch schwer beeintrachtigt wurde, daB er auf eine diplomatische Untersuchung des angeblichen Originals verzichten zu können glaubte. So konnte denn 1894 A. C. Bondam (BVG. 3. reeks VIII 1—46) nochmals den Beweis der Echtheit antreten; gegen seine Behauptung, daB „omtrent de diplomatische echtheid van het charter geen verschil van gevoelen bestaat", hat freilich S. Muller Fz. (De Nederlandsche Spectator 1894 S. 80) sogleich Einspruch erhoben.

Dies ist der Stand der Frage. Ihre erneute Behandlung wird mit dem zu beginnen haben, was von den bisherigen Forschern über Gebühr vernachlassigt wurde, einer diplomatischen Untersuchung des im Allgemeinen Reichsarchiv im Haag aufbewahrten angeblichen Originals.

DaB der Ausdruck „angebliches Original" berechtigt ist, daB wir eine Nachzeichnung, wenn auch eine auBerordentlich sorgfaltige und geschickte, vor uns haben, zeigt eine nahere Betrachtung der Schrift.

Das Abkürzungszeichen ist nicht einheitlich, sondern tritt in drei verschiedenen Formen auf (notum, nostre Z. 2; sanctimoniales, monachicam, eundem Z. 4. — manssum Z. 6, textum, gratia, archiepiscopus Z. 7, sanctorum Z. 8. — argenteum, plenum Z. 8; sancto Adalberto Z. 10).

Aufrechtes d wechselt regellos mit unzialem d; die Unterlangen von f und s sind stark verkürzt, beide Buchstaben

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