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memorie" eines Lebenden gedenken, und daB die Salzburger Urkunden, die früher deshalb angefochten wurden, echt sind, hat F. Martin, Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung Ergünzungsband IX (1915) 622 ff. dargetan. Aber bei OB I 89 steht es doch so, daB auch der Aussteller der Urkunde für ihren Verfasser bereits der Vergangenheit angehört; dahin weist also auch die zweimalige Wendung „bone memorie". ^y Auf Grund unserer Untersuchung der Egmonder Annalen aber haben wir gegen die Fassung von OB I 89 noch einen weiteren Einwand zu erheben. Die Urkunde hat die Zahlung der Grafen von Dietrich I. ab, die in die Annalen erst nachtraglich von C eingefügt ist. Wie neu sie auch für den Verfasser der Urkunde noch ist,.zeigt die Auslassung Dietrichs IV. und die Zahlung Dietrichs V. als Dietrich IV.

Es ist noch nicht die durchlaufende Zahlung, die im F-Text der Egmonder Annalen, in den miracula s. Adalberti und im Bibliothekskatalog sich findet, sondern vorerst nur die Numerierung der gleichnamigen Grafen. Doch auch diese ist im Grande ganz wülkürlich. Aber freilich ist Dietrich I. der angebliche Stifter der Egmonder Kirche1).

Ferner aber unterliegt die Angabe „domni Stephani abbatis anno-vigesimo sexto suscepti pastoralis officii" schweren Bedenken. Stephan ist nach den Egmonder Annalen am 3. Januar 1106 gestorben, müBte also, wenn das Jahr 1083 ') Ein lehrreiches Beispiel für das Aufkommen einer derartigen Zahlung bieten die Urkunden der Grafen von Hennegau. Die ersten vier Balduine, die 1051—1171 regierten, werden'nicht durch Nummern unterschieden. Erst Balduin V. nennt sich in seinen Urkunden Balduinus comes dictus Hainoensis a Balduino Hasnoniensi quintus (1174: Duvivier, Actes et Documents intéressant la Belgique Nouv. Série No. 41), Balduinus Hainoensium comes quintus ab illo Balduino qui et Flandriam et Hainoiam possedit et in Hasnoniensi monasterio sepultus quievit (1180: ibidem No. 50) und ahnlich (1175: ibidem No. 43; 1176: ib. No. 44; 1185: Miraeus II S. 834). Diese Stücke sind, wie aus der Schreiberzeüe der Urkunde von 1175 „Ego Gillebertus comitis capellanus scripsi et sigillo munivi" hervorgeht, samtlich von dem Kaplan und spateren Kanzier Gisélbert verfafit, dessen genealogische Neigungen ja in seinem Geschichtswerk stark hervortreten.

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