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Graf Dietrich UI. (f 1039) oder Dietrich IV. (f 1049) zu verstehen ist.

Demnach wurden noch zu ihrer Zeit nicht nur die Kirchen zu Vlaardingen, Overschie und Hargen, sondern auch die zu Noordwijk und Voorhout, die nach dem Evangelientext schon Dietrich' U. mit ihren Zehnten dem Kloster Egmond überwiesen haben soll, als Besiïj des Klosters Echternach geführt. Die Angabe des Evangelientextes über Dietrich II. ist also ebenso unrichtig wie die über Arnulf. Werden doch die Kirchen zu Noordwijk und Voorhout noch in dem unechten Diplom Heinrichs IV. vom 2. Mai 1064 St. 2645J) unter denen aufgezardt, die der Utrechter Kirche von Dietrich III. und seinen Söhnen entrissen worden sind. Freilich hat für diese Angabe des Spuriums wohl einfach die Urkunde des Bischofs Wilhelm von 1063 als Vorlage gedient; aber über die RechtmaBigkeit des Utrechter Anspruchs kann kein Zweifel sein. Ist doch noch in dem Schiedsspruch OB I 191, der wahrscheinlich 1160 gefüllt wurde2), festgese£t worden:

J) Über seine Unechtheit vgl. meine Ausführungen Westdeutsche Zeitschrift XXVHI.(1909) 233 ff. Doch ist die Entstehungszeit nicht erst um 1157, sondern schon um 1130 anzusetjen; vgl. unten Kap. VII 2.

2) Der Ansat; bestimmt sich durch die Erwahnung eines unter Bischof Hermann (f 1156) im Amte gewesenen Burggrafen, dessen Bruder der Domprobst ist. Pijnacker Hordijk hat 1902 (BVG. 4. reeks II 9f.) darauf hingewiesen, daB damit aller Wahrscheinlichkeit' nach der zwischen 1156 und 1164 verstorbene Burggraf Otto und der zuerst 1164 bezeugte Dompropst Arnold zu verstehen sind, da Ottos Vater gleichfalls Arnold hieB. Der Vorgahger des Dompropstes Arnold ist zulegt 1159 bezeugt. Die durch den Schiedsspruch geschlichteten Streitigkeiten können aus den in den Egmonder Annalen zu 1159 berichteten Ereignissen hervorgegangen sein, bei denen der Graf von Holland zwar dem Bischof von Utrecht gegen dessen Ministerieden und den Grafen von Geldern Hilfe leistete, aber die Gelegenheit benutte, um sich in Woerden festzusetjen und die ganze Gegend mit Brand und Raub zu verwüsten. In Utrecht ist der Friede im Juni 1160 durch Erzbischof Reinald von Köln hergestellt worden; bei dieser Gelegenheit könnten zwischen Utrecht und Holland die in OB I 191 aufgezeichneten Punkte festgese&t worden sein. Damit erledigen sich meine früheren Datierungsversuche zu 1165 und 1157 (Westdeutsche

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