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dar, die unter Verwertung vo^i Notizen aus dem 10. Jahrhundert und des Tauschvertrages Dietrichs V. nicht vor der zweiten Halfte des 12. Jahrhunderts abgefaBt worden ist. Und zwar deutet die Stelle über das Grab des hl. Adalbert zu Obinghem darauf hin, daB der Verfasser C ist, auf den auch die sonstige apokryphe Überlieferung über den hl. Adalbert zurückgeht.

Als Urheber von zwei nachtraglichen Zusagen zum Evangelientext haben wir F angesprochen; ist das richtig, so hat • ihn F ebenso behandelt wie die Egmonder Annalen, deren von C herrührenden Text er ja auch durch Einschiebungen und Glossen erganzt hat.

3. Der Liber sancti Adalberti.

Der Liber sancti Adalberti steht auf BI. 4 bis 15 des Kopiars E. Nach ihm hat ihn 1857 Bakhuizen van den Brink zu veröffentlichen begonnen (Het Nederlandsche Rijksarchief I 196—217), doch ist die Fortsetmng niemals erschienen. Erst 1900 hat Pijnacker Hordijk BMHG. XXI S. 164—185 das Versaumte nachgeholt, und 1914 hat dann S. Muller Fz. BMHG. XXXV 1—39 eine neue Gesamtausgabe des Liber veranstaltet, nach der wir im Folgenden zitieren.

Der Liber besteht aus 16 Teilen, die in der Ausgabe von Muller mit römischen Ziffem bezeichnet sind. Teil I enthalt abschriftlich vier Königsurkunden von 889, 922, 967 und 985, Teil II das sogenannte Grafenregister; Teil III bis XVI bilden ein mit Urkundenabschriften durchseëtes Urbar, dessen jüngste Bestandteile (XV und XVI) eine undatierte, schon früher OB I 377 gedruckte' Urkunde des Abtes Lubbertus I. (1206—1226) und ein kurzes Verzeichnis der Lehnsmannen der Abtei sind.

Von Teil I und II, den Königsurkunden und dem Grafenregister, gibt es eine vom Kopiar E unabhangige Überlieferung in der oben (S. 22, 64, 71) erwühnten Handschrift des Balduinus de Haga von 1520 (im folgenden als Bid angeführt). Der Text des Balduinus ist von R. Fruin 1889 in

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