Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Vgl. von Richthofen, Die alteren Egmonder Geschichts, quellen S. 25 ff., auf den die Angaben von Gosses, Holland' S. 5 Anm. 1 zurückgehen. Beide setsen den Berliner Codex mg ins 13. Jahrhundert. / Statt des Inkarnationsjahres 922, das aus den übrigen Jahresangaben erschlossen werden kann, hat das Diplom OB I 26 in E, I, II und III: DCCCLXIÏÏ, in Bid aber: DCCCLX. Alle Abschriften des Diplomes OB I 43 haben in der Intitulatio statt des Namens Lotharius: Lothowicus; das Inkarnationsjahr 969 ist in E, I, H und III verandert zu DCCCLXVIII in Bid zu DCCCLXVU.

Die Veranderungen, die an OB I 43 vorgenommen sind, waren demnach schon im Liber Adalberti vorhanden, aus dem alle Abschriften der vier Diplome genossen sind; nur hat Bid die dort vorgefundenen Jahreszahlen unrichtig wiedergegeben.

Diese Veranderungen stehen nun in Beziehung zu den oben (S. 7f., 53) besprochenen, von Hand C eingetragenen Glossen auf BI. 141 der Annalen-Handschrift. Sie besagen, Karl der Kahle habe 863 dem Grafen Dietrich Egmond mit allem Zubehör und Ludwig der Deutsche 867 auf Intervention der Königin Emma den Forst Aeswasda geschenkt. Das i erstere stimmt mit dem verfalschten Diplom OB I 26 aller' dings nicht ganz überein, da nach ihm die Kirche zu Egmond mit allem Zubehör Gegenstand der Schenkung von angeblich 863 war. Andrerseits ist aber zu beachten, daB der Annalentext zu 876, dem die Glosse über die Schenkung von angeblich 867 beigeschrieben ist, folgenden Wortlaut hat: Habuit bic gloriosissimus rex .... reginam nomine Hemmam sibi in matrimonium iunctam.

Nun ist das echte Diplom Lothars von Frankreich von 969, das zu einer Urkunde Ludwigs von 867 verfalscht wurde, tatsachlich auf Intervention einer Königin Emma, der Gattin Lothars, ausgestellt. Ihre Gleichnamigkeit mit der im Annalentext genannten Gattin Ludwigs des Deutschen hat somit zur Erfindung der Schenkung von 867 angeregt. Diese Erfindung fallt dem Annalisten C zur Last: er zuerst hat die

Sluiten