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Ist das aber der Fall, so wird sich auch bei dem Diplom Lothars von Frankreich von 969 OB 143 der FSlscher nicht damit begnügt haben, den Namen des Ausstellers und das Inkarnationsjahr abzuandern. Übrigens ist auch die sonstige Datierung nicht in Ordnung; es fehlt, wie schon Halphen-Lot gerügt haben, die mit Actum eingeleitete Ortsangabe. Auch hier erheben sich denn auch gegen den Kontext Bedenken. Der König schenkt dem Grafen Dietrich forestum Wasda in eodem comitatu cum pratis, aquis, terrisque aratoriis, exjtibus et regressibus cumque rebus pertinentibus ad praedictum forestum.

Die Pertinenzformel ist kanzleigemaB; aber daB Wiesen, ' Wasserlaufe und Ackerland als Zubehör eines Forstes ver- ■ geben werden, ist höchst auffailend. Auch hier erhSlt man den Eindruck, daB an Stelle des ursprünglichen Gegen-^ standes der Schenkung ein anderer eingesetjt ist1). Die silva x que dicitur conegesfurst im Lande Waes wird noch 1136 urkundlich genannt (de Smet, Corpus chronicorum Flandriae I S. 706).

Wie steht es, so müssen wir angesichts dieses Ergebnisses fragen, mit der Echtheit der zwei andern im Liber Adalberti überlieferten Königsurkunden?

Das Diplom Arnulfs von 889 erscheint völlig einwandfreL^und dasselbe günstige Zeugnis darf man unbedenklich auch dem DO III19 ausstellen. Gosses hat es freilich (a. a. O. S. 126 Anm. 5) im AnschluB an eine Bemerkung von Kappeyne

*) Anders müBte unser Urteil Iauten, wenn die von H. Thimme, Archiv für Urkundenforschung II (1909) 101—154 über Königsgut und Königsrecht nach den Forsturkunden vom 6.—12. Jahrhundert vorgetragene Auffassung richtig ware. Nach ihr bedeutet ius forestis ursprünglich das durch Eingriff der königlichen Gewalt in der gemeinen Mark im Gegensalj zum Recht der Markgenossen geschaffene Besrhrecht Doch ist flieser Deutung Ch. Petit-Dutaillis, De la signification du mot ,Forêf a 1'époque Franque, Bibliothèque de 1'école des chartes 76 (1915) 97—152 mit überzeugenden Grimden entgegengetreten. Es gibt zu denken, daB nach'seiner Feststeüung (S. 136) das Diplom von 969 das einzige karolingische ist, das für Thimmes Ansicht angeführt werden kann.

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