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gestaltung des Liber beteiligt ist, so würde die Annahme von Muller, die Diplome seien erst nachtraglich in den Liber aufgenommen worden, nicht haltbar sein.

B. Das Grafenregister.

Auch von dem sogenannten Grafenregister gibt es keine vom Liber s. Adalberti unabhangige Überlieferung.

Im Kopiar E ist es mit Kapitelüberschriften und sonstigen Zusafeen versehen, die als solche erst durch die Veröffentlichung der Abschrift des Balduinus kenntlich geworden sind. An. den letteren, 1889 von R. Fruin 'in BVG. 3. reeks VI82 ff. herausgegebenen Text hat unsere Untersuchung anzuknüpfen.

Das Grafenregister ist eine kurze Chronik, in der die Grafen Dietrich L und seine Gattin Geva, Dietrich II. (f 988) und seine Gattin Hildegard, beider jüngerer Sohn Erzbischof Egbert von Trier (977—993), dessen Bruder Graf Arnulf (f 993) und seine Gattin Luitgard, beider Söhne Dietrich III. (f 1039) mit seiner Gattin Othelhildis und Siegfried-Sicco (f 1030), Florens I. (t 1061) und seine Gattin Gertrud, sein alterer Bruder Dietrich (IV, f 1049), Florens' Sohn Dietrich (V., f1091) und seine Gattin Othelhilda, endlich Florens (II., f 1122) und seine Gattin Petronella in ihren Beziehungen zum Kloster Egmond und ihren sonstigen Schicksalen aufgeführt sind. Florens II. wird als bereits verstorben erwahnt, und seine Söhne Dietrich (VI.), Florens (der Schwarze) und Simon werden am SchluB ermahnt, dem Beispiel ihrer frommen Vorfahren zu folgen und das Kloster Egmond wieder herzustellen, das per imprudentiam pastorum, per iniqua consilia malorum hominum fast zerstört worden sei.

Man hat die Entstehungszeit des Grafenregisters bisher auf 1125/26 angesetjt, weil der Registrator die Grafin-Witwe Petronella nunc deo tempora mutante et regnum cui vult dante sororem regis nennt und somit auf die Wahl von Petronellas Halbbruder Lothar von Supplinburg zum deutschen König anspielt. S. Muller halt in der Einleitung zu seiner neuen Ausgabe des Liber s. Adalberti (a. a. O. S. 5) diese

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