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durch einen Neubau 'ersetzte Kirche zu verstehen. Sie ist zu Anfang des 12. Jahrhunderts als grafliche Eigenkirche bezeugt; ein von Abt Adalhard vorgenommener Tausch von Klostergut geschah nach der Urkunde OB I 106 permissu Florentii comitis, presidente ac favente domino nostro Florentio comité legitimaque coniuge sua domina nostra Petronilla volente.

Auch daB Sicco, der jüngere Bruder Dietrichs III., vor dem Kreuz, das heiBt also vor dem Hochaltar dieser Kirche seine Gruft hatte, kann nicht erfunden sein. Findet sich doch darüber im Egmonder Nekrolog (vgL Kap. VII 3) die folgende eingehende Angabe: Anno domini 1030 Sifridus Sicco preses filius Arnulfi et Lutgarde comitisse obiit V. die iunii et sepultus pro tune est cum Thetburga coniuge in medio ecclesie monasterii Egmondensis; sed quia eadem ecclesia per Walterum abbatem transposita est, ideo sepulcrum ipsius mansit in abside australi dicte ecclesie. ïöv^

Hat sich aber Sicco mit seiner Gattin an dieser bevorzugten Stelle der alten Kirche begraben lassen, so kann man den regierenden Grafen Arnulf, Dietrich III., Dietrich IV. und Florens I. unmöglich den weit bescheideneren Platj auf dem Friedhof der Klosterkirche angewiesen haben. Diese Begrabnisnachrichten sind wir also genötigt zu verwerfen. Halten wir fest, daB Sicco mit seiner Gattin mirten in der Kirche lag, so ergibt sich, daB sie damals eine Eigenkirche Siccos war. Das ist durchaus möglich; denn die vom Grafenregister behaupteten Schenkungen nicht nur Siccos, sondern auch Dietrichs III. und Florens' I. an die Egmonder Kirche haben sich als erfunden herausgestellt; und daB sie 1064 jedenfalls nicht im Besitje Florens' I. war, zeigt ihre Zuweisung an die Utrechter Kirche durch das Diplom des Königs Heinrich IV. St. 2644 = Muller, Cartularium S. 101 Nr. 64. Wird doch in dieser Urkunde die Abtei Egmond nicht zu Kennemerland, sondern zu Westvlieland gerechnet. Die Angabe über die Graber der vier Grafen auf dem Klosterfriedhof ist demnach erfunden zu einer Zeit, als man von ihren wirklichen Grübern nichts mehr wuBte, aber das Bedürfnis hatte, die

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