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register eigenmachtige Zutat des Registrators zu seiner Vorlage, dem Evangelientext. Gleichfalls eine solche Zutat ist hinter den Worten des Evangelientextes „in Wimna mansum et dimidium" die Stelle „et ab eodem mansu usque in Arem omnem terram cultam et incultam in aquis et pascuis". Die Urkunde, in welche diese Stelle übernommen ist, sichert dies Gebiet dem Kloster auBerdem durch die Verfügung Dietrichs V.: a terra Wimnorasuetha usque in Herem, que tota est eiusdem ecclesie, nullus mortalium audeat placitum habere sine abbatis permissione vel iniuste aliquid inde deripere.

Aus alledem können wir den SchluB ziehen, daB Evangelientext, Grafenregister und Grafenurkunde von demselben Falscher herrühren.

Mit diesen drei Stücken stehen aber auch die von C verfaBten Egmonder Annalen in innerem Zusammenhang. Sie haben dem Grafenregister als Quelle gedient, und mit der Grafenurkunde zeigen sie an einer Stelle stilistische Übereinstimmung. In den Annalen heiBt es zu 1099 von Bischof Konrad: in aecclesia sanctae Mariae, quam ipse magno sumptu construxit, humatur; in der Urkunde von Graf Dietrich II.: construxit ex lapidibus magno sumptu ecclesiam.

Treten wir nun nochnrals an das angebliche Original der Grafenurkunde heran, und halten wir uns gegenwartig, daB ihr als graphische Vorlage die sehr spitsige diplomatische Minuskel des papstlichen Privilegs von 1140 Jaffé 8083 gedient hat, so wird uns deutlich, daB die Hand des Annalisten C die von OB I 89 ist. Man erkennt das, beim Vergleich mit BI 145 der Annalen, vor allem an der Form der Majuskeln A, C, E, G, Th, an dem interlinearen Z, vgl. „inthronizatur" BI. 145 Z. 10 v. unten mit „Azelinus" OB I 89 Z. 5 v. unten, und an dem majuskel-artigen SchluB-s, vgl. „menses" BI. 145 Z. 5 v. unten mit „singulis" OB I 89 Z. 4 v. unten und „abbatis" letjte Zeile. Auch das über die Zeile gesefete SchluB-s, das auf BI. 145 in „filiis" Z. 6 und „comes" Z. 14 begegnet, findet sich einmal in OB I 89: risuuic Z. 5 v. unten.

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