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ist kein Verdachtsmoment, daB für die bischöfliche Urkunde das papstliche Privileg als Diktatvorlage herangezogen wurde1). Aber der Sduiftbefund ergibt, daB das erst durch C und Cu die Schreiber des angeblichen Originals, geschehen ist.

Einen weiteren Einwand gegen die Echtheit von OB I 124 bedeutet die Vermengung der beiden Zeugenreihen. Eine doppelte Reihe von Zeugen, die erste zur Handlung, die zweite zur Beurkundung gehorend, ware an sich natürlich

Die Urkunde des Bischofs Hartbert von 1148 für Kloster Marienweerd, de Fremery, Cartularium der abdij Marienweerd (1890) No. 5 = Brom 389 kann als Beispiel einer bischöflichen Bestatigung eines papstlichen Privilegs nicht angeführt werden. Sie ist allerdings zweifellos erst nach dem Privileg des Papstes Eugen III. für Marienweerd vom 23. April 1148 de Fremery No. 6 = Jaffé 9251 entstanden und nicht, wie de Fremery annimmt, vor diesem; denn das Formular von Brom 389, das mit dem von Jaffé 9251 übereinstimmt, entstammt der papstlichen Kanzlei. Aber sowohl das Privileg Jaffé 9251 wie die Urkunde des Bischofs Hartbert, beide nur in dem im 14. Jahrhundert angelegten Kartular des Klosters überliefert, sind in der uns vorliegenden Fassung nicht echt, sondern den um 1275 verfalschten Urkunden aus Marienweerd zuzuzahlen, zu denen auch Sloet 249 (Bischof Andreas 1129), de Fremery 2 (Bischof Andreas 1134), de Fremery 4 (Bischof Andreas 1138), Sloet 316 (Bischof Qottfried 1166), Sloet 427 (Bischof Dietrich ÏL 1210) und Sloet 539 (Bischof Wilbrand 1231) gehören. Ich kann auf diese Gruppe hier nicht eingehen und begnüge mich zu bemerken, daB das Eingangsprotokoll von Brom 389, Sloet 427 und Sloet 539 der Urkunde des Bischofs Heinrich von Lüttich von 1160 de Fremery 11 entstammt.

') Die Urkunde des Erzbischofs Arnold I. von Köln für die Abtei Egmond von 1147 OB I 126 zum Beispiel weist eine Sanctio auf, die aus einem Privileg Innocenz' II. geflossen ist Es ist freilich nicht das Egmonder von 1140; denn das Formular von OB I 126 rührt von einem Kölner Diktator her, der nach demselben Formular auch eine Urkunde des Erzbischofs Arnold für das St. Severins-Stift in Köln von 1139, Lacomblet UB I 335, verfaBt hat (vgl. Knipping, Regesten der Erzbischöfe von Köln III. S. 323). Aber auch ein papstliches Privileg für St Severin ist für dieses Formular nicht benugt worden, sondern das Privileg Innocenz' n. für Kloster Camp vom 16. April 1139 Jaffé 7997 = Lacomblet UB I 332. Ich handle über diese Dinge an anderer Stelle; hier genügt es zu wissen, daB die Sanctio von OB I 126 nicht dem Egmonder Privileg Innocenz' II. entstammt

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