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konserviert, die im angeblichen Original von OB I 98 gestanden haben muB, weil sie auch in dem von OB I 89 begegnet. Was OB I 103 anlangt, so liest man in dem bei van Mieris, Groot Charterboek I S. 83 nach einer Handschrift von J. E. van Egmond van der Nijenburg und nach Eikelenberg, Alkmaar en zijne geschiedenissen' (1747) gedruckten Text übereinstimmend mit Bid und E: interventione bonae memoriae Adalardi abbatis tune Ecmundensem ecclesiam digne regentis. Aber bei Eikelenberg steht das „tune" nicht, und ihm folgend hat es auch Kluit (Historia critica II S. 152 f.) weggelassen, die Lesart von van Mieris aber wenigstens noch angegeben; .van den Bergh hat dann Kluits Text ohne diese Angabe nachgedruckt. Die Überlieferung beider Urkunden ergibt demnach, daB die durch Bid und E vertretenen Lesarten auch in den angeblichen Originalen gestanden haben. DaB der Ausdruck „bone memorie" Von Lebenden an sich nicht schlechthin unzulassig ist, aber in OB I 89 jedenfalls von dem Falscher herrührt, ist oben (S. 75f.) schon gesagt worden.

Das erheblichste Bedenken gegen OB I 98 und OB I 103 aber bedeutet der Rechtsinhalt dieser Urkunden. Unter Berufung auf die donatio der Egmonder Kirche, die als ein dem Grafen von seinen Vorfahren überkommenes Recht bezeichnet wird, soll Graf Florens den Bürgern von Heilo und Alkmaar eine Abgabe erlassen haben, die pro sepultura iniuste et immoderate magis ab eis extorquebatur quam debebatur.

Zur Erlauterung des Begriffes „donatio" können einige niederrheinische Urkunden dienen. In einer noch ungedruckten, abschriftlich im Staatsarchiv zu Düsseldorf beruhenden Urkunde überweist Erzbischof Sigewin von Köln (1078—1089) dem Kloster Siegburg die Kirche zu Zülpich mit den Worten: abbatis donationi ecclesiam dantes in Zulpiaco. Am 13. Dezember 1096 gibt Erzbischof Hermann III. an dasselbe Kloster decaniam in qua ipse mons (Sigebergensis) situs est id est in Auelgoe ... ut ipse monasterii abbas prefate decanie donationem liberam in futurum obtineat (Lacomblet UB I 252). In einer Urkunde vom 15. Febr. 1106 (Lacomblet UB I 268)

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