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inkorporiert Erzbischof Friedrich I. dem Stift St. Kunibert in Köln die Pfarrkirche zu Rheinberg, aecclesiam quam in villa Berke habui, cuius donum episcopalis iuris nostri fuerat.

Unter donatio müssen demnach auch die Egmonder Urkunden OB I 98 und 103 das Recht der Besefeung der Pfarrkirchen verstehen, das unter dieser Bezeichnung unter Papst Innocenz III. auch in den Dekretalen und seit dieser Zeit sehr haufig in den bischöfüchen Urkunden erscheint.

Die donatio schloB die Verfügung über die Abgaben in sich, die für die Verwaltung des Pfarramtes von den Mitgliedern der Gemeinde zu entrichten waren, und unter diesen Abgaben befand sich auch die Begrübnisgebühr. Durch eine Urkunde von 1131 (Sloet 257, hier verbessert nach dem Original im Staatsarchiv zu Düsseldorf) gewahrt Bischof Andreas von Utrecht der Pfarrgemeinde Duiven (bei Zevenaar), cum in manibus meis prepositura Embricensis iudicata fuisset, ut per omnia infra ambitum termini sui et parrochie sue omnimodas christianitatis procurationes in baptismo, synodo et sepultura ecclesie et atrii constructione et aliis quibuscumque iusticüs libere et absolute habeant et ab ecclesia de Grosnen (Groesen) ab omni penitus exactione soluti et liberi in posterum permaneant ea lege eoque tenore ut siquti de huiusmodi ecclesiis circumquaque constitutum est, ad servicium episcopi et sui archidiaconi XXI. denarium, qui denarii oblationis appellantur, singulis annis persolvant. Duiven und Groesen gehörten zum Archidiakonat des Propstes von Emmerich; die Archiadiakone aber harten schon in der ersten Halfte des 12. Jahrhunderts die dona altarium, wie Jos. Löhr, Die Verwaltung des Kölnischen GroBarchidiakonates Xanten (1909) S. 69 f. unter Hinweis auf die Urkunde des Erzbischofs Arnold von 1139 (nicht 1138!) Lacomblet UB 1335 gezeigt hat.

Mit ühnlichen Worten wie in OB I 98 und 103 wird die Abschaffung der Tauf- und Begrabnisgebühr den EinWohnern von Deventer durch ein Diplom Heinrichs V. von 1123, St. 3193, zugestanden, das aber unecht ist. Somit bleibt als frühestes Beispiel einer solchen Vergünstigung die Urkunde des Propstes Balduin und Konventes von St. Marien zu Utrecht

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