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hoben wird, sowie die Forderung der letteren, daB in der ganzen Grafschaft die homines der Egmonder Kirche zollfrei sein sollen und niemand sie bedrücken darf.

DaB die FSlschungen im Einverstandnis mit dem Grafen von Holland hergestellt worden seien, kann man unter diesen Umstanden nicht gut annehmen. Sie vertreten eine landesherrliche Kirchenpolitik, aber nicht eine landesherrliche Politik schlechthin; an den Interessen des Klosters findet diese ihre deutliche Schranke.

Für die Erkenntnis der von dem Fülscher C vertretenen politischen Richtung sind seine Beziehungen zu Propst Balduin von St. Marien zu Utrecht, dem Bruder des Grafen Florens III., wesentlich. Sie erhellen aus dem schon erwahnten Annalenbericht zu 1167 über die Einholung der Braut Heinrichs des Löwen durch Propst Balduin'), aus dem Umstand, daB eine Urkunde Balduins von 1169, Brom 461, von C geschrieben ist, und aus der Urkunde des Utrechter Marienstifts für Akersloot von 1175 OB I 151, die inhaltlich mit den Falschungen OB I 98 und OB I 103 übereinstimmt.

Die Vermühlung des Herzogs Heinrich mit der Englanderin erfolgte nach dem Zeugnis der Annalen von Pöhlde (SS. XVI 94) instinctu et voluntate imperatoris; Propst Balduin muB also damals ein tatiger Anhanger der kaiserlichen Politik gewesen sein. Seit 1175 aber hatte diese eine Wendung zur Versöhnung mit Rom genommen, und infolge des Bruches mit Heinrich dem Löwen sah sich der Kaiser viel mehr als

5) Balduin von Holland, der 1178 Bischof von Utrecht wurde und 1196 als soldier gestorben ist, kann natürlich nicht mit dem Kaplan Heinrichs des Löwen Propst Balduin von Halberstadt, der 1169 Erzbischof von Bremen wurde und als solcher 1178 starb (Annales Palidenses MG. SS. XVI 94; Annales Bremenses SS. XVII 856) gleichgesetjt werden, wie das 1918 wieder durch H. Prutj, Heinrich der .Löwe, 2. Aufl, S. 354, 369 geschehen ist. Die Möglichkeit, daB in dem Annalenbericht von 1167 die Worte ,fratrem Florentü comitis Holtlandensis' ein irriger Zusat} von F sein könnten und der Gesandte Heinrichs in Wirklichkeit Propst Balduin von Halberstadt war, ist abzuweisen im Hinblick auf die welfischen Berichte des C-Textes, Vgl. oben S. 28.

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